Schwangerschaft & Geburt – Der komplette Guide
Alles über Schwangerschaft, Geburtstermin, SSW-Berechnung, Elterngeld und Baby-Vorbereitung. Mit kostenlosen Rechnern und praktischen Checklisten.
Schwangerschaft & Baby Rechner
8 spezialisierte Rechner für präzise Berechnungen
Schwangerschaftsrechner - Geburtstermin & SSW berechnen 2025
Schwangerschaftsrechner mit Naegele-Regel: Geburtstermin (ET), aktuelle SSW, Trimester berechnen. 3 Berechnungsmethoden (LMP, Zeugung, ET). Entwicklungs-Meilensteine.
Eisprung-Rechner - Fruchtbare Tage berechnen 2025
Eisprung-Rechner: Fruchtbare Tage und Ovulation berechnen. Fertile Window, Peak-Fruchtbarkeit, Zykluskalender. Für Kinderwunsch und natürliche Familienplanung.
Elterngeld-Rechner 2024
Berechnen Sie Ihr Elterngeld nach BEEG 2024 - Basiselterngeld, ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonus. Mit Mehrlingszuschlag und Geschwisterbonus.
Elternzeit Rechner
Planen Sie Elternzeit und Mutterschutz. Mit Geburtstermin, Elternzeit-Aufteilung, Elterngeld-Monaten und Partnermonate.
Mutterschaftsgeld-Rechner 2024 - €13/Tag + Arbeitgeberzuschuss
Mutterschaftsgeld-Rechner Deutschland: Berechnen Sie Mutterschaftsgeld nach MuSchG. €13/Tag Krankenkasse + Arbeitgeberzuschuss. 6 Wochen vor + 8-12 Wochen nach Geburt.
Baby-Milch-Rechner
Berechnen Sie die richtige Milchmenge, Fütterungszeiten und Pulvermengen für Ihr Baby nach Alter und Gewicht.
Babyschlaf-Rechner
Optimale Schlafzeiten für Babys berechnen. Altersgerechte Empfehlungen für Tagschlaf und Nachtruhe.
Windelgrößen-Umrechner
Finden Sie die richtige Windelgröße für Ihr Baby zwischen verschiedenen Marken und Ländern.
Von der ersten Schwangerschaftswoche bis zur Geburt und darüber hinaus: Dieser umfassende Guide begleitet Sie durch alle 40 Wochen mit wertvollen Informationen, Checklisten und praktischen Rechnern.
Schwangerschaft: Die 40 Wochen im Überblick
Eine Schwangerschaft dauert im Durchschnitt 40 Wochen oder 280 Tage, gerechnet ab dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Diese 40 Wochen werden in drei Trimester unterteilt, die jeweils eigene Meilensteine und Herausforderungen mit sich bringen. Jede Schwangerschaft ist einzigartig, doch der grundlegende Ablauf folgt einem faszinierenden biologischen Plan.
1. Trimester (SSW 1–12): In den ersten zwölf Wochen findet die gesamte Organanlage statt. Das Herz beginnt in SSW 5–6 zu schlagen, ab SSW 8 sind alle wichtigen Organe angelegt. Viele Frauen erleben in dieser Phase Übelkeit (Morgenübelkeit), Müdigkeit und Stimmungsschwankungen. Das Fehlgeburtsrisiko ist im ersten Trimester am höchsten und sinkt nach SSW 12 deutlich. Die erste Vorsorgeuntersuchung mit Ultraschall findet meist zwischen SSW 9 und 12 statt.
2. Trimester (SSW 13–27): Oft als die angenehmste Phase beschrieben. Die Übelkeit lässt nach, die Energie kehrt zurück. Ab SSW 16–20 spüren viele Frauen die ersten Kindsbewegungen. Der Bauch wird sichtbar, das Geschlecht kann per Ultraschall bestimmt werden. Wichtige Untersuchungen in dieser Phase sind der Organultraschall (SSW 19–22) und optional die Feindiagnostik. Das Baby wächst von etwa 7 cm auf 36 cm und wiegt am Ende des zweiten Trimesters circa 900 Gramm.
3. Trimester (SSW 28–40): Die letzte Phase bringt das stärkste Wachstum des Babys. Es nimmt pro Woche etwa 200 Gramm zu und erreicht bei der Geburt durchschnittlich 3.300–3.500 Gramm bei einer Größe von 50–52 cm. Typische Beschwerden sind Rückenschmerzen, Sodbrennen, Schlafstörungen und Wassereinlagerungen. Ab SSW 36 dreht sich das Baby in die Geburtsposition (Schädellage). Die Vorsorge wird engmaschiger, ab SSW 36 wöchentlich.
Schwangerschaftswoche (SSW) berechnen
Die Schwangerschaftswoche (SSW) ist der wichtigste Zeitreferenzpunkt während der gesamten Schwangerschaft. Ärzte, Hebammen und Ratgeber beziehen sich ständig auf die SSW, um Entwicklungsschritte, Untersuchungszeitpunkte und mögliche Risiken einzuordnen. Die korrekte Berechnung ist daher essenziell.
Berechnung nach der letzten Periode (LMP): Die gängigste Methode berechnet die SSW ab dem ersten Tag der letzten Monatsblutung. Da der Eisprung etwa 14 Tage später stattfindet, ist die Frau in den ersten zwei Wochen der Schwangerschaft rechnerisch noch gar nicht schwanger. Diese Methode wird international verwendet und bildet die Grundlage für die Naegele-Regel zur Geburtsterminberechnung.
Berechnung nach Zeugungsdatum: Wenn das Zeugungsdatum bekannt ist, werden 14 Tage addiert, um auf die SSW nach LMP umzurechnen. Diese Methode ist genauer, da sie den tatsächlichen Beginn der Schwangerschaft kennt, aber das Zeugungsdatum ist oft nicht exakt bestimmbar.
SSW-Schreibweise verstehen: Eine SSW wird als „X+Y" geschrieben, z. B. „12+3" bedeutet: 12 vollendete Wochen und 3 Tage, also der 4. Tag der 13. Woche. Im Mutterpass und bei Ärzten ist diese Schreibweise Standard. Unser Schwangerschaftsrechner berechnet Ihre aktuelle SSW automatisch und zeigt passende Entwicklungsmeilensteine an.
Korrektur durch Ultraschall: Bei der ersten Ultraschalluntersuchung (SSW 9–12) wird die Scheitel-Steiß-Länge (SSL) des Embryos gemessen. Weicht diese deutlich von der berechneten SSW ab (mehr als 5–7 Tage), kann der Arzt den errechneten Geburtstermin korrigieren. Dies betrifft etwa 20 % aller Schwangerschaften.
Geburtstermin bestimmen: So funktioniert es
Der errechnete Geburtstermin (ET) gibt werdenden Eltern eine wichtige Orientierung, auch wenn nur etwa 4 % aller Babys tatsächlich am errechneten Termin geboren werden. Die meisten Kinder kommen innerhalb von zwei Wochen vor oder nach dem ET zur Welt, was völlig normal ist.
Die Naegele-Regel: Die bekannteste Formel zur Berechnung des Geburtstermins stammt von Franz Naegele (1778–1851): Erster Tag der letzten Periode + 7 Tage − 3 Monate + 1 Jahr. Beispiel: Letzte Periode am 1. März 2025 ergibt einen ET am 8. Dezember 2025. Diese Formel setzt einen 28-Tage-Zyklus voraus.
Erweiterte Naegele-Regel: Bei abweichender Zykluslänge wird die Differenz zum 28-Tage-Zyklus addiert oder subtrahiert. Bei einem 32-Tage-Zyklus werden 4 Tage addiert, bei einem 25-Tage-Zyklus 3 Tage abgezogen. Unser Rechner berücksichtigt Ihre individuelle Zykluslänge automatisch.
Geburtstermin nach IVF/ICSI: Bei künstlicher Befruchtung ist das Datum des Embryotransfers bekannt. Bei einem Tag-5-Transfer (Blastozyste) wird der ET berechnet als: Transferdatum − 19 Tage + 280 Tage. Dies ist die präziseste Methode zur Geburtsterminberechnung.
Statistik zur Geburt: Nur 4 % der Babys kommen am ET. Etwa 26 % werden in der 40. SSW geboren, 25 % in der 39. SSW. Erstgebärende übertragen häufiger, während Zweitgebärende oft früher entbinden. Ab SSW 40+0 werden engmaschigere Kontrollen durchgeführt, ab SSW 41+0 wird eine Einleitung besprochen.
Vorsorgeuntersuchungen: Der Mutterpass
Der Mutterpass ist das zentrale Dokument jeder Schwangerschaft in Deutschland. Er dokumentiert alle Untersuchungsergebnisse, Blutwerte und den Schwangerschaftsverlauf. Schwangere sollten den Mutterpass stets bei sich tragen, damit im Notfall alle wichtigen Informationen sofort verfügbar sind.
Regelmäßige Vorsorge: Die Mutterschaftsrichtlinien sehen bis SSW 32 alle vier Wochen und danach alle zwei Wochen eine Vorsorgeuntersuchung vor. Insgesamt sind etwa 10–12 Termine vorgesehen. Bei Risikoschwangerschaften können zusätzliche Untersuchungen notwendig sein. Die Kosten werden vollständig von der Krankenkasse übernommen.
Die drei großen Ultraschalluntersuchungen: Im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge sind drei Ultraschalluntersuchungen vorgesehen: Das Erst-Screening (SSW 9–12) bestätigt die Schwangerschaft und bestimmt die SSW. Das Organ-Screening (SSW 19–22) prüft die Entwicklung aller Organe. Der Dritt-Ultraschall (SSW 29–32) kontrolliert Wachstum, Lage und Fruchtwassermenge.
Zusätzliche Untersuchungen (IGeL): Über die Kassenleistungen hinaus gibt es optionale Untersuchungen: Erst-Trimester-Screening mit Nackenfaltenmessung (SSW 11–14, ca. 150–250 Euro), Toxoplasmose-Test (20–30 Euro), Streptokokken-Abstrich (SSW 35–37, ca. 30 Euro) und zusätzliche Ultraschalluntersuchungen. Die Entscheidung für oder gegen diese Tests ist persönlich und sollte mit dem Arzt besprochen werden.
Wichtige Blutwerte: Im Rahmen der Vorsorge werden Blutgruppe, Rhesusfaktor, Antikörper, Röteln-Immunität, HIV-Test, Hepatitis B und Syphilis getestet. Zudem werden regelmäßig Hämoglobin (Eisenwert) und Urinwerte kontrolliert. Schwangerschaftsdiabetes wird mit dem oralen Glukosetoleranztest (oGTT) in SSW 24–28 ausgeschlossen.
Elterngeld & Elternzeit in Deutschland 2025
Das Elterngeld ist eine der wichtigsten finanziellen Leistungen für junge Familien in Deutschland. Es gleicht den Einkommenswegfall nach der Geburt teilweise aus und ermöglicht es Eltern, sich auf die Betreuung ihres Kindes zu konzentrieren. Die Regelungen für 2025 bringen einige Änderungen mit sich.
Basiselterngeld: Das Basiselterngeld beträgt 65–67 % des durchschnittlichen Nettoeinkommens der letzten 12 Monate vor der Geburt, mindestens 300 Euro und höchstens 1.800 Euro monatlich. Geringverdiener (unter 1.240 Euro netto) erhalten bis zu 100 % des Nettoeinkommens. Ein Elternteil kann bis zu 12 Monate Basiselterngeld beziehen, mit Partnermonaten insgesamt bis zu 14 Monate.
ElterngeldPlus: ElterngeldPlus beträgt die Hälfte des Basiselterngeldes, kann aber doppelt so lange (bis zu 24 Monate) bezogen werden. Besonders vorteilhaft ist es für Eltern, die während der Elternzeit in Teilzeit arbeiten (25–30 Stunden/Woche). Der Partnerschaftsbonus bietet 4 zusätzliche Monate ElterngeldPlus, wenn beide Eltern gleichzeitig 24–32 Stunden arbeiten.
Elternzeit: Unabhängig vom Elterngeld haben Eltern Anspruch auf bis zu 3 Jahre Elternzeit pro Kind. Bis zu 24 Monate können zwischen dem 3. und 8. Geburtstag genommen werden. Der Antrag muss spätestens 7 Wochen vor Beginn beim Arbeitgeber eingereicht werden. Während der Elternzeit besteht Kündigungsschutz.
Mutterschaftsgeld und Mutterschutz: Sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt gilt der Mutterschutz. In dieser Zeit erhalten Arbeitnehmerinnen Mutterschaftsgeld (13 Euro/Tag von der Krankenkasse) plus Arbeitgeberzuschuss bis zum vollen Nettogehalt. Die Mutterschutzzeit wird auf die Elterngeldmonate angerechnet. Bei Frühgeburten oder Mehrlingen verlängert sich der Mutterschutz auf 12 Wochen nach der Geburt.
Wichtig für 2025: Ab 2025 gilt die neue Einkommensgrenze von 175.000 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen für Paare (bisher 200.000 Euro). Für Alleinerziehende liegt die Grenze bei 150.000 Euro. Nutzen Sie unseren Elterngeld-Rechner, um Ihren individuellen Anspruch zu berechnen.
Baby-Erstausstattung: Was braucht man wirklich?
Die Vorbereitung auf das Baby kann überwältigend sein. Die Auswahl an Produkten ist riesig, doch nicht alles ist wirklich notwendig. Eine durchdachte Erstausstattung spart Geld und Nerven. Hier ist eine realistische Übersicht, sortiert nach Priorität.
Schlafen (Budget: 200–800 Euro): Ein sicherer Schlafplatz ist das Wichtigste. Empfohlen wird ein Beistellbett (100–300 Euro) für die ersten 6 Monate, danach ein Gitterbett (100–400 Euro). Dazu 2–3 passende Spannbettlaken, 2–3 Schlafsäcke in der richtigen Größe (TOG-Wert beachten!) und eine feste Babymatratze. Kissen, Decken und Nestchen gehören NICHT ins Babybett (SIDS-Risiko).
Kleidung (Budget: 100–300 Euro): Neugeborene wachsen schnell, daher nicht zu viel in Größe 50/56 kaufen. Benötigt werden: 6–8 Bodys, 5–6 Strampler, 3–4 Jäckchen/Pullover, 2–3 Mützchen, Socken und eine Übergangs-/Winterjacke je nach Jahreszeit. Second-Hand ist ökologisch und ökonomisch sinnvoll. Achten Sie auf schadstofffreie Materialien (OEKO-TEX Standard 100).
Unterwegs (Budget: 300–1.500 Euro): Ein Kinderwagen mit Babywanne (300–1.200 Euro) und eine Babyschale fürs Auto (100–300 Euro, i-Size-Norm) sind Pflicht. Optional aber sehr praktisch: Babytrage oder Tragetuch (50–150 Euro). Beim Kinderwagenkauf auf Federung, Reifengröße (Luftreifen für unebene Wege) und zusammengeklappte Maße achten.
Pflege und Gesundheit (Budget: 50–150 Euro): Windeln (Größe 1), Feuchttücher oder Waschlappen, Wundschutzcreme, Babyöl, Fieberthermometer, Nagelschere und ein kleines Erste-Hilfe-Set. Eine Wickelauflage mit abwaschbarem Bezug ist praktischer als ein ganzer Wickeltisch. Babybadewanne oder Badeeimer für die ersten Wochen.
Stillen/Füttern (Budget: 50–200 Euro): Für stillende Mütter: 2–3 Still-BHs, Stilleinlagen, Lansinoh-Creme, eventuell eine Milchpumpe (oft über Apotheke ausleihbar). Für Flaschenkinder: 4–6 Fläschchen, Sauger Größe 1, Flaschenbürste, Pre-Nahrung. Ein Vaporisator zum Sterilisieren ist praktisch, aber Auskochen funktioniert genauso gut.
Checkliste: Vor und nach der Geburt
Eine Schwangerschaft bringt nicht nur medizinische Termine, sondern auch viele organisatorische Aufgaben mit sich. Diese Checkliste hilft Ihnen, nichts Wichtiges zu vergessen und sich rechtzeitig vorzubereiten.
Bis SSW 12 – Frühe Schwangerschaft: Frauenarzt/Hebamme aufsuchen, Mutterpass erhalten, Arbeitgeber informieren (Mutterschutz gilt ab Bekanntgabe), Folsäure und Jod supplementieren (idealerweise schon ab Kinderwunsch), Ernährung anpassen (kein rohes Fleisch/Fisch, keine Rohmilchprodukte, kein Alkohol), Toxoplasmose-Status klären lassen.
SSW 13–24 – Zweites Trimester: Geburtsvorbereitungskurs anmelden (früh buchen, Plätze sind begehrt!), Hebamme für die Nachsorge suchen und buchen, Elterngeld vorberechnen und Finanzen planen, Kinderzimmer planen, Baby-Erstausstattung zusammenstellen, Geburtsklinik oder Geburtshaus besichtigen (Tag der offenen Tür).
SSW 25–36 – Drittes Trimester: Kliniktasche packen (ab SSW 36), Geburtsplan erstellen (Wünsche für die Geburt festhalten), Elternzeit beim Arbeitgeber beantragen (7 Wochen vorher), Kinderarzt für die U-Untersuchungen suchen, Geburtsurkunde-Unterlagen vorbereiten (Personalausweis, Geburtsurkunden der Eltern, Heiratsurkunde), Autofahrt zur Klinik üben und Kindersitz einbauen.
Nach der Geburt – Erste Wochen: Innerhalb von 7 Tagen: Geburtsurkunde beim Standesamt beantragen. Innerhalb von 3 Monaten: Elterngeld beantragen (rückwirkend nur 3 Monate möglich), Kindergeld beantragen (bei der Familienkasse), Baby bei der Krankenversicherung anmelden. Weitere Aufgaben: U-Untersuchungen wahrnehmen (U1 direkt nach Geburt, U2 am 3.–10. Lebenstag, U3 in der 4.–5. Lebenswoche), Kinderreisepass beantragen falls Reise geplant, Sorgeerklärung bei unverheirateten Paaren, Vaterschaftsanerkennung beim Jugendamt.
Kliniktasche – Was muss mit? Für die Mutter: Mutterpass, Versichertenkarte, bequeme Kleidung, Stillnachthemd, Bademantel, Hausschuhe, Waschzeug, Snacks und Getränke, Handy mit Ladekabel. Für das Baby: Strampler, Body, Mützchen, Söckchen, Jäckchen, Babyschale fürs Auto. Tipp: Kliniktasche ab SSW 36 gepackt bereitstellen!
📑Inhaltsverzeichnis
Krankenhaus vs. Geburtshaus vs. Hausgeburt
Welcher Geburtsort passt zu Ihnen? Ein Vergleich der drei Optionen.
Krankenhaus
✓Vorteile
- •Maximale medizinische Sicherheit
- •Notfall-OP und Neonatologie verfügbar
- •PDA und andere Schmerzmittel möglich
- •Kinderarzt vor Ort für U1/U2
- •Betreuung rund um die Uhr
- •Ideal bei Risikoschwangerschaften
✗Nachteile
- •Klinische Atmosphäre, weniger wohnlich
- •Häufigere medizinische Interventionen
- •Weniger individuelle Betreuung (Schichtwechsel)
- •Kürzere Aufenthaltsdauer (2–3 Tage)
- •Striktere Besuchsregeln
🎯Ideal für
Erstgebärende, Risikoschwangerschaften, Mehrlinge, Wunsch nach PDA, Sicherheitsbedürfnis
Geburtshaus
✓Vorteile
- •Wohnliche, entspannte Atmosphäre
- •Eins-zu-eins-Betreuung durch Hebamme
- •Selbstbestimmte Geburt (Wanne, Hocker, Seil)
- •Keine routinemäßigen Interventionen
- •Ambulante Entlassung möglich (nach 4–6 Stunden)
- •Partner kann übernachten
✗Nachteile
- •Keine PDA oder starke Schmerzmittel verfügbar
- •Bei Komplikationen Verlegung ins Krankenhaus nötig
- •Nur für risikoarme Schwangerschaften
- •Kosten teilweise privat (Rufbereitschaft ca. 300–500 Euro)
- •Begrenzte Plätze, frühe Anmeldung nötig
🎯Ideal für
Zweitgebärende, komplikationslose Schwangerschaft, Wunsch nach natürlicher Geburt
Hausgeburt
✓Vorteile
- •Vertraute Umgebung, maximale Intimität
- •Individuelle Eins-zu-eins-Betreuung
- •Kein Transport während der Wehen
- •Geschwisterkinder können dabei sein
- •Selbstbestimmter Ablauf
- •Kein Krankenhausaufenthalt nötig
✗Nachteile
- •Kein Notfall-Equipment vor Ort
- •Bei Komplikationen Rettungswagen nötig
- •Hebamme mit Hausgeburtserfahrung schwer zu finden
- •Rufbereitschaftspauschale (500–800 Euro)
- •Nur bei absolut risikoarmer Schwangerschaft
- •Psychische Belastung bei Verlegung
🎯Ideal für
Erfahrene Mütter, völlig komplikationslose Schwangerschaft, Wohnort nahe Krankenhaus
❓Häufig gestellte Fragen
Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick
Der Geburtstermin wird mit der Naegele-Regel berechnet: Erster Tag der letzten Periode + 7 Tage − 3 Monate + 1 Jahr. Bei einem 28-Tage-Zyklus ergibt das den errechneten Entbindungstermin (ET). Unser Schwangerschaftsrechner berücksichtigt auch abweichende Zykluslängen und bietet drei Berechnungsmethoden.
Die Schwangerschaftswoche (SSW) wird ab dem ersten Tag der letzten Regelblutung gezählt. Wenn Ihre letzte Periode vor 10 Wochen und 3 Tagen begonnen hat, sind Sie in SSW 10+3, also im 4. Tag der 11. Woche. Unser Rechner berechnet Ihre aktuelle SSW automatisch und zeigt passende Entwicklungsmeilensteine.
Das Basiselterngeld beträgt 65–67 % Ihres durchschnittlichen Nettoeinkommens der letzten 12 Monate, mindestens 300 Euro und maximal 1.800 Euro monatlich. Bei einem Nettoeinkommen von 2.500 Euro erhalten Sie circa 1.625–1.675 Euro. Geringverdiener unter 1.240 Euro netto können bis zu 100 % erhalten.
Die Elternzeit muss spätestens 7 Wochen vor dem gewünschten Beginn schriftlich beim Arbeitgeber beantragt werden. Für Elternzeit zwischen dem 3. und 8. Geburtstag des Kindes beträgt die Frist 13 Wochen. Es empfiehlt sich, den Antrag so früh wie möglich zu stellen und die gewünschte Aufteilung (Basiselterngeld/ElterngeldPlus) vorab zu planen.
Die fruchtbaren Tage liegen etwa 5 Tage vor bis 1 Tag nach dem Eisprung. Bei einem 28-Tage-Zyklus findet der Eisprung circa am 14. Tag statt. Die höchste Empfängniswahrscheinlichkeit besteht am Tag vor und am Tag des Eisprungs. Unser Eisprung-Rechner berechnet Ihr individuelles Fruchtbarkeitsfenster basierend auf Ihrer Zykluslänge.
Verboten sind: Roher Fisch (Sushi, Sashimi), rohes/halbgares Fleisch (Mett, Carpaccio, Steak rare), Rohmilchkäse (Camembert, Brie), rohe Eier (Tiramisu, Mayonnaise), Alkohol in jeder Menge, Leber (zu viel Vitamin A) und bestimmte Fische mit hoher Quecksilberbelastung (Thunfisch, Schwertfisch). Koffein sollte auf maximal 200 mg täglich begrenzt werden (ca. 2 Tassen Kaffee).
Der gesetzliche Mutterschutz beginnt 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und endet 8 Wochen nach der Geburt. Bei Frühgeburten, Mehrlingen oder Kindern mit Behinderung verlängert sich die Frist nach der Geburt auf 12 Wochen. Während des Mutterschutzes erhalten Sie Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse plus Arbeitgeberzuschuss bis zum vollen Nettogehalt.
Eine solide Grundausstattung kostet zwischen 1.000 und 3.000 Euro. Die größten Posten sind Kinderwagen (300–1.200 Euro), Babyschale (100–300 Euro), Beistellbett (100–300 Euro) und Kleidung (100–300 Euro). Durch Second-Hand-Käufe, Leihen von Freunden und Verzicht auf Unnötiges lassen sich die Kosten deutlich senken. Viele Krankenversicherungen zahlen Zuschüsse für Erstausstattung.
Für eine Kreißsaalanmeldung im Krankenhaus empfiehlt sich SSW 28–32. Geburtshausplätze sind begrenzt – melden Sie sich am besten bereits in SSW 12–16 an. Besichtigen Sie vorab 2–3 Optionen bei Tagen der offenen Tür. Eine Hebamme für die Wochenbettbetreuung sollte ebenfalls früh (bis SSW 20) gesucht werden, da die Nachfrage das Angebot übersteigt.
Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt alle regulären Vorsorgeuntersuchungen (ca. 10–12 Termine), drei Ultraschalluntersuchungen, Bluttests, Urinkontrollen, den oralen Glukosetoleranztest (Schwangerschaftsdiabetes) und die Betreuung durch eine Hebamme. Nicht übernommen werden Erst-Trimester-Screening mit Nackenfaltenmessung, Toxoplasmose-Test und zusätzliche Ultraschalluntersuchungen – diese kosten als IGeL-Leistung 20–250 Euro.
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⚕️ Medizinischer Hinweis
Diese Informationen und Rechner dienen ausschließlich zur Orientierung und ersetzen keine medizinische Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Schwangerschaft konsultieren Sie bitte Ihren Frauenarzt oder Ihre Hebamme.