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Zuletzt aktualisiert: 24. März 2026

Krankenversicherung Rechner - GKV vs. PKV Vergleich

Vergleichen Sie die Kosten der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung. Berechnen Sie GKV-Beiträge, PKV-Schätzungen und Pflegeversicherung für 2026.

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Krankenversicherung Rechner

GKV vs. PKV - Vergleichen Sie Ihre Krankenversicherungskosten

Persönliche Daten

Unter der Versicherungspflichtgrenze (73.800 €) - PKV nur als Selbständiger oder Beamter möglich

Kinder sind in der GKV beitragsfrei mitversichert

Versicherungsstatus

Durchschnitt 2026: 1,7 %

Kostenvergleich GKV vs. PKV

Gesetzliche KV (GKV)

KV-Beitrag (Ihr Anteil):407,50 €
Pflegeversicherung (Anteil):100,00 €
Monatlich (Ihr Anteil):507,50 €
Jährlich:6.090,00 €
AG-Anteil KV:407,50 €

Private KV (PKV)

Geschätzter Beitrag:220,00 €
Monatlich (Ihr Anteil):220,00 €
Jährlich:2.640,00 €

PKV günstiger um

287,50 € / Monat

= 3.450,00 € pro Jahr

Hinweis: Die PKV-Beiträge sind geschätzte Durchschnittswerte und können je nach Tarif, Gesundheitszustand und Versicherer stark variieren. Altersrückstellungen und Beitragssteigerungen im Alter sind bei der PKV zu berücksichtigen.

⚖️ Rechtlicher Hinweis

Diese Berechnung dient nur zur groben Orientierung und ersetzt keine professionelle Versicherungsberatung. Die tatsächlichen Beiträge können je nach Versicherer und individueller Situation abweichen. Für verbindliche Angebote kontaktieren Sie bitte einen Versicherungsberater. Alle Angaben ohne Gewähr.

GKV vs. PKV: Der große Vergleich 2026

Die Entscheidung zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung gehört zu den wichtigsten finanziellen Weichenstellungen im Leben. In Deutschland sind rund 73 Millionen Menschen gesetzlich und etwa 8,7 Millionen privat krankenversichert. Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile, die je nach Lebenssituation unterschiedlich ins Gewicht fallen.

Die GKV funktioniert nach dem Solidarprinzip: Jeder zahlt nach seiner finanziellen Leistungsfähigkeit, und alle erhalten den gleichen Leistungsumfang. Die PKV basiert auf dem Äquivalenzprinzip: Die Beiträge orientieren sich am individuellen Risiko und am gewählten Leistungsumfang. Dieses Grundprinzip führt dazu, dass junge, gesunde Gutverdiener in der PKV oft weniger zahlen, während Familien mit Kindern in der GKV durch die beitragsfreie Familienversicherung profitieren.

Die gesetzliche Krankenversicherung im Detail

Der GKV-Beitragssatz beträgt 2026 einheitlich 14,6 % des Bruttoeinkommens. Hinzu kommt ein kassenindividueller Zusatzbeitrag, der im Durchschnitt bei 1,7 % liegt, aber je nach Kasse zwischen 0,9 % und 2,7 % schwankt. Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen sich den Gesamtbeitrag jeweils hälftig. Die Beiträge werden nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze von 66.150 € brutto jährlich erhoben. Wer mehr verdient, zahlt keinen höheren GKV-Beitrag.

Ein großer Vorteil der GKV ist die beitragsfreie Familienversicherung: Ehepartner ohne oder mit geringem Einkommen (unter 520 € monatlich) und Kinder sind kostenlos mitversichert. Für Familien mit einem Verdiener kann dies einen erheblichen finanziellen Vorteil gegenüber der PKV darstellen, wo für jedes Familienmitglied ein eigener Beitrag fällig wird.

Private Krankenversicherung: Chancen und Risiken

Die PKV lockt mit besseren Leistungen und oft niedrigeren Einstiegsbeiträgen für junge, gesunde Singles. Chefarztbehandlung, Einbettzimmer im Krankenhaus, schnellere Terminvergabe und umfangreichere Leistungen bei Zahnersatz, Sehhilfen und alternativen Heilmethoden sind typische PKV-Vorteile.

Allerdings gibt es wesentliche Risiken zu beachten: Die Beiträge steigen im Alter deutlich an, da das Krankheitsrisiko zunimmt. Während GKV-Beiträge im Rentenalter sinken (da sie sich am niedrigeren Einkommen orientieren), können PKV-Beiträge auf 700-1.000 € monatlich oder mehr anwachsen. Zwar bilden PKV-Versicherer Altersrückstellungen, diese reichen aber nicht immer aus, um die Beitragssteigerungen vollständig abzufangen.

PKV für Beamte: Der Sonderfall

Beamte haben einen besonderen Vorteil bei der PKV: Sie erhalten Beihilfe von ihrem Dienstherrn. Je nach Bundesland und Familienstand übernimmt der Staat 50 bis 80 % der Krankheitskosten. Der Beamte muss nur den Restanteil privat versichern, was die monatlichen Kosten drastisch senkt. Ein alleinstehender Beamter mit 50 % Beihilfe zahlt in der PKV oft nur 200-350 € monatlich – deutlich weniger als in der GKV.

PKV für Selbständige

Selbständige und Freiberufler können unabhängig von ihrem Einkommen zwischen GKV und PKV wählen. In der GKV zahlen sie allerdings den vollen Beitragssatz ohne Arbeitgeberzuschuss. Der GKV-Mindestbeitrag für Selbständige liegt 2026 bei rund 220 € monatlich (bei geringem Einkommen). Für Gutverdiener kann die PKV deutlich günstiger sein, sofern sie gesund sind und keinen umfangreichen Familienversicherungsbedarf haben.

Beitragsbemessungsgrenze und Versicherungspflichtgrenze 2026

Zwei zentrale Werte bestimmen das Krankenversicherungssystem in Deutschland: Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) und die Versicherungspflichtgrenze (auch Jahresarbeitsentgeltgrenze, JAEG).

Die Beitragsbemessungsgrenze liegt 2026 bei 66.150 € brutto pro Jahr bzw. 5.512,50 € monatlich. Nur Einkommen bis zu dieser Grenze wird für die GKV-Beitragsberechnung herangezogen. Der maximale Arbeitnehmeranteil an KV und Pflegeversicherung liegt damit bei etwa 540 € monatlich.

Die Versicherungspflichtgrenze liegt 2026 bei 73.800 € brutto pro Jahr. Erst wenn das Einkommen in drei aufeinanderfolgenden Jahren über dieser Grenze liegt, können Angestellte in die PKV wechseln. Diese Grenze wird jährlich angepasst und steigt tendenziell mit der allgemeinen Lohnentwicklung.

Pflegeversicherung: Ein unterschätzter Kostenfaktor

Zusätzlich zur Krankenversicherung zahlen alle Versicherten Beiträge zur Pflegeversicherung. Der Beitragssatz beträgt 2026 3,4 % des Bruttoeinkommens. Kinderlose ab 23 Jahren zahlen einen Zuschlag von 0,6 Prozentpunkten. Ab dem zweiten Kind gibt es Abschläge: 0,25 % pro Kind bis maximal 1,0 % Gesamtabschlag. Die Pflegeversicherung wird ebenfalls hälftig zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer geteilt.

Wann lohnt sich der Wechsel in die PKV?

Die Entscheidung für oder gegen die PKV sollte nicht nur anhand der aktuellen Beiträge getroffen werden, sondern vor allem die langfristige Perspektive berücksichtigen.

PKV empfehlenswert bei:

  • Beamtenstatus mit Beihilfe
  • Dauerhaft hohem Einkommen (> 80.000 €)
  • Gutem Gesundheitszustand
  • Keine oder wenig Kinder geplant
  • Wunsch nach besseren Leistungen
  • Hoher Selbstdisziplin bei Altersvorsorge

GKV empfehlenswert bei:

  • Familienplanung (beitragsfreie Mitversicherung)
  • Schwankendem Einkommen
  • Vorerkrankungen
  • Alter über 45 Jahre (PKV wird teurer)
  • Wunsch nach einfacher Verwaltung
  • Geringerem Einkommen im Rentenalter

Tipps zur Optimierung Ihrer Krankenversicherungsbeiträge

1. GKV-Zusatzbeitrag vergleichen

Die Zusatzbeiträge der Krankenkassen unterscheiden sich erheblich: Von 0,9 % bis über 2,7 %. Bei einem Einkommen von 50.000 € macht das bis zu 900 € Unterschied pro Jahr. Ein Kassenwechsel ist jederzeit möglich.

2. PKV-Tarif optimieren

PKV-Versicherte können innerhalb ihrer Versicherung den Tarif wechseln, ohne erneute Gesundheitsprüfung. Altersrückstellungen bleiben erhalten. Ein Tarifwechsel kann mehrere Hundert Euro monatlich sparen.

3. Selbstbehalt nutzen

In der PKV kann ein Selbstbehalt von 300-1.200 € pro Jahr den Beitrag erheblich senken. Besonders für gesunde Versicherte, die selten zum Arzt gehen, kann sich das lohnen.

4. Beitragsrückerstattung

Viele PKV-Tarife bieten eine Beitragsrückerstattung, wenn im Kalenderjahr keine Leistungen in Anspruch genommen werden. Das kann bis zu 6 Monatsbeiträge ausmachen.

Häufig gestellte Fragen zum Krankenversicherung Rechner