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Zuletzt aktualisiert: 24. März 2026

Makler-Provisionen Rechner 2026

Berechnen Sie die Maklerprovision für Ihren Immobilienkauf. Mit Bundesland-Vergleich, Käufer/Verkäufer-Aufteilung nach Bestellerprinzip und Netto/Brutto-Berechnung.

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Makler-Provisionen Rechner

Maklerprovision nach neuem Bestellerprinzip berechnen

Immobilie

Provision

1,00 %Gesamt: 7,14 %5,00 %
Verkäufer zahlt 100%50/50Käufer zahlt 100%

Seit 23.12.2020: Käufer zahlt max. so viel wie Verkäufer (Bestellerprinzip)

Ergebnis: Maklerprovision

Gesamtprovision (brutto, inkl. 19% MwSt.)

28.560,00 €

= 7,14 % von 400.000 €

Käufer (50%)

Brutto:14.280,00 €
Netto:12.000,00 €
Satz:3,57 %

Verkäufer (50%)

Brutto:14.280,00 €
Netto:12.000,00 €
Satz:3,57 %

Netto (gesamt)

24.000,00 €

MwSt. (19%)

4.560,00 €

Brutto (gesamt)

28.560,00 €

Übliche Maklerprovisionen nach Bundesland (brutto)

BaWü: 7,14 %
Bayern: 7,14 %
Berlin: 7,14 %
Brandenburg: 7,14 %
Bremen: 5,95 %
Hamburg: 6,25 %
Hessen: 5,95 %
MV: 5,95 %
NDS: 7,14 %
NRW: 7,14 %
RLP: 7,14 %
Saarland: 7,14 %
Sachsen: 7,14 %
SA: 7,14 %
SH: 7,14 %
Thüringen: 7,14 %

⚖️ Rechtlicher Hinweis

Diese Berechnung dient nur zur groben Orientierung und ersetzt keine professionelle Rechts- oder Steuerberatung. Für verbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte einen Steuerberater oder Rechtsanwalt. Alle Angaben ohne Gewähr.

Maklerprovision in Deutschland: Der komplette Leitfaden 2026

Die Maklerprovision (auch Maklercourtage oder Maklergebühr) ist eine der größten Kaufnebenkosten beim Immobilienerwerb in Deutschland. Sie beträgt je nach Bundesland zwischen 5,95% und 7,14% des Kaufpreises (brutto, inkl. 19% MwSt.) und wird zwischen Käufer und Verkäufer aufgeteilt. Seit dem 23. Dezember 2020 gilt das neue Gesetz zur Verteilung der Maklerkosten, das die Kostenaufteilung grundlegend verändert hat.

Unser Makler-Provisionen Rechner berechnet die Gesamtprovision, die Aufteilung zwischen Käufer und Verkäufer sowie die Netto- und Bruttobeträge. Sie können den Provisionssatz individuell anpassen und verschiedene Aufteilungsszenarien durchspielen, um die finanzielle Belastung für beide Seiten transparent darzustellen.

Das Wichtigste zum Bestellerprinzip seit 2020

  • Hälftige Teilung: Wird sowohl mit Käufer als auch Verkäufer eine Provision vereinbart, müssen beide den gleichen Anteil tragen
  • Nachweispflicht: Der Käufer muss seine Provision erst zahlen, nachdem der Verkäufer seinen Anteil nachweislich beglichen hat
  • Textform erforderlich: Die Provisionsvereinbarung mit dem Käufer muss in Textform (E-Mail genügt) erfolgen, mündliche Vereinbarungen sind unwirksam
  • Nur für Wohnungen/Häuser: Das Gesetz gilt nur für den Kauf von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen, nicht für Grundstücke oder Gewerbeimmobilien

Maklerprovision nach Bundesland

Die Höhe der Maklerprovision ist in Deutschland nicht gesetzlich festgelegt, sondern hat sich durch Marktüblichkeiten in den einzelnen Bundesländern etabliert. In den meisten Bundesländern beträgt die Gesamtprovision 7,14% (je 3,57% brutto pro Seite), während einige Bundesländer niedrigere Sätze haben.

Übliche Gesamtprovisionen (brutto inkl. MwSt.)

Bayern, NRW, Berlin, Brandenburg7,14%
Baden-Württemberg, Sachsen7,14%
Hamburg6,25%
Bremen, Hessen, MV5,95%

Berechnungsbeispiel: Hauskauf in NRW

Kaufpreis: 450.000 €

Provisionssatz: 7,14% (je 3,57% Käufer/Verkäufer)

Gesamtprovision brutto: 32.130 €

Käufer-Anteil brutto: 16.065 €

Verkäufer-Anteil brutto: 16.065 €

Gesamtprovision netto: 27.000 €

MwSt. (19%): 5.130 €

Tipps zum Sparen bei der Maklerprovision

Die Maklerprovision stellt einen erheblichen Kostenfaktor beim Immobilienkauf dar. Bei einem Kaufpreis von 500.000 € können das schnell 25.000-35.000 € sein. Es gibt jedoch mehrere Möglichkeiten, diese Kosten zu reduzieren oder ganz zu vermeiden.

1. Provision verhandeln

Die Maklerprovision ist nicht gesetzlich festgelegt und kann verhandelt werden. Besonders bei teuren Immobilien, langsamen Marktphasen oder wenn die Immobilie schon länger zum Verkauf steht, haben Sie gute Verhandlungschancen. Fragen Sie nach einem reduzierten Satz, z.B. 2,5% statt 3,57% pro Seite.

2. Privatverkauf ohne Makler

Ein Privatverkauf ohne Makler spart die gesamte Provision. Nutzen Sie Online-Portale wie ImmoScout24 oder Immowelt, um direkt mit Verkäufern in Kontakt zu treten. Achten Sie bei provisionspflichtigen Inseraten darauf, ob die Provision nur vom Verkäufer getragen wird.

3. Festpreis-Makler

Einige Immobilienmakler bieten statt der prozentualen Provision einen Festpreis an (z.B. 3.000-10.000 €). Bei teuren Immobilien kann das deutlich günstiger sein als die übliche prozentuale Provision. Vergleichen Sie verschiedene Angebote.

4. Verkäufer übernimmt Provision

Seit dem neuen Gesetz kann der Verkäufer die gesamte Provision übernehmen. In Käufermärkten (mehr Angebot als Nachfrage) sind Verkäufer eher bereit, die Provision zu tragen, um den Verkauf zu beschleunigen. Fragen Sie gezielt nach provisionsfreien Angeboten.

Maklerprovision und Kaufnebenkosten im Überblick

Die Maklerprovision ist nur ein Teil der Kaufnebenkosten, die beim Immobilienerwerb anfallen. Zusammen können die Nebenkosten 10-15% des Kaufpreises betragen. Eine vollständige Kalkulation ist entscheidend für die Finanzierungsplanung.

Kaufnebenkosten bei 400.000 € Kaufpreis (NRW)

Grunderwerbsteuer (6,5% NRW)26.000 €
Maklerprovision (3,57% Käuferanteil)14.280 €
Notarkosten (ca. 1,5%)6.000 €
Grundbuchkosten (ca. 0,5%)2.000 €
Nebenkosten gesamt48.280 € (12,1%)

Diese Nebenkosten müssen in der Regel aus Eigenkapital finanziert werden, da die meisten Banken nur den Kaufpreis der Immobilie finanzieren (Ausnahme: 110%-Finanzierung bei sehr guter Bonität). Planen Sie daher mindestens 10-15% des Kaufpreises zusätzlich zum Eigenkapital für die Immobilie selbst ein.

Häufig gestellte Fragen zum Makler-Provisionen Rechner

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