Immobilie verkaufen - Der komplette Guide 2026
Alles ueber den Immobilienverkauf: Wertermittlung, Spekulationssteuer, Maklerkosten, Verkaufsablauf und Tipps fuer den besten Preis. Mit kostenlosen Rechnern.
Praktische Immobilien-Rechner
6 spezialisierte Rechner für präzise Berechnungen
Immobilienbewertung-Rechner - Hauswert Kostenlos Ermitteln | ImmoWertV
Immobilienbewertung-Rechner: Ermitteln Sie den Verkehrswert Ihrer Immobilie mit Sachwert-, Ertragswert- und Vergleichswertverfahren nach ImmoWertV 2021.
Grunderwerbsteuer-Rechner 2025 - Alle Bundesländer | Kostenlos Berechnen
Grunderwerbsteuer-Rechner 2025: Berechnen Sie die Grunderwerbsteuer für alle 16 Bundesländer (3,5%-6,5%). Mit Steuerspar-Tipps und Fälligkeitsrechner.
Maklergebühren Rechner
Berechnen Sie Maklergebühren beim Immobilienkauf. Mit aktuellen Provisionssätzen, Bestellerprinzip und regionalen Unterschieden.
Notarkosten-Rechner 2024 - Gebühren Nach GNotKG Berechnen
Notarkosten-Rechner: Berechnen Sie Notargebühren nach GNotKG 2024. Immobilienkauf, GmbH-Gründung, Testament. Grundbuchkosten, Kaufvertrag, Gesellschaftsvertrag.
Grundsteuer-Rechner 2025 - Neue Grundsteuer Berechnen | Reform
Grundsteuer-Rechner 2025: Berechnen Sie die neue Grundsteuer mit Bundesmodell oder Landesmodell. Grundsteuerwert × Steuermesszahl × Hebesatz einfach erklärt.
Immobilien Rendite Rechner
Berechnen Sie Immobilien-Rendite (Brutto, Netto, Eigenkapital). Mit Kaufpreis, Mieteinnahmen, Kosten und Finanzierung.
Der Verkauf einer Immobilie will gut geplant sein. Dieser Guide begleitet Sie durch den gesamten Prozess - von der Wertermittlung ueber die Steueroptimierung bis zum erfolgreichen Notartermin.
Immobilie verkaufen in Deutschland - Der richtige Zeitpunkt
Der Verkauf einer Immobilie ist fuer die meisten Menschen eine der groessten finanziellen Transaktionen ihres Lebens. Ein Einfamilienhaus in Deutschland wechselt 2026 im Durchschnitt fuer 300.000-500.000 Euro den Besitzer, in Grossstaedten wie Muenchen oder Hamburg deutlich mehr. Umso wichtiger ist eine gruendliche Vorbereitung, um den bestmoeglichen Preis zu erzielen und teure Fehler zu vermeiden.
Die Immobilienpreise in Deutschland befinden sich nach dem Rueckgang 2022-2023 wieder in einer Stabilisierungsphase. In vielen Grossstaedten steigen die Preise seit 2025 wieder moderat. Der richtige Verkaufszeitpunkt haengt von mehreren Faktoren ab: Marktlage (Angebot/Nachfrage in Ihrer Region), persoenliche Situation (Scheidung, Erbschaft, Umzug), steuerliche Aspekte (Spekulationsfrist) und Zinsniveau (niedrige Zinsen foerdern die Kaeufer-Nachfrage).
Dieser Guide fuehrt Sie durch den gesamten Verkaufsprozess: Von der Wertermittlung ueber die steuerliche Optimierung und Maklerwahl bis zum Notartermin. Nutzen Sie unsere Rechner, um Verkaufspreis, Steuern und Nebenkosten praeezise zu kalkulieren.
Immobilie bewerten: So ermitteln Sie den Marktwert
Vergleichswertverfahren: Das gaengigste Verfahren fuer Eigentumswohnungen und Reihenhaeuser: Der Wert wird anhand vergleichbarer Verkaufspreise in der Umgebung ermittelt. Grundlage sind die Kaufpreissammlungen der Gutachterausschuesse (oeffentlich zugaenglich). Faktoren: Lage, Groesse, Zustand, Baujahr, Ausstattung und Energieeffizienz. Dieses Verfahren liefert die marktnaehesten Ergebnisse, setzt aber ausreichend Vergleichsobjekte voraus.
Ertragswertverfahren: Relevant fuer vermietete Immobilien und Mehrfamilienhaeuser: Der Wert ergibt sich aus den erzielbaren Mieteinnahmen abzueglich Bewirtschaftungskosten, kapitalisiert mit einem marktgemaessen Liegenschaftszinssatz (3-7% je nach Lage und Objektart). Beispiel: 12.000 Euro Jahresnettomiete bei 4% Liegenschaftszins = 300.000 Euro Ertragswert. Dieses Verfahren reflektiert die Renditeerwartung eines Kapitalanlegers.
Sachwertverfahren: Geeignet fuer selbstgenutzte Ein- und Zweifamilienhaeuser: Der Wert setzt sich zusammen aus Bodenwert (Bodenrichtwert x Grundstuecksflaeche) und Gebaeudewert (Herstellungskosten abzueglich Alterswertminderung). Der Sachwert wird mit einem Marktanpassungsfaktor multipliziert, um den realistischen Marktwert zu erhalten. Nachteil: Der Sachwert kann deutlich vom tatsaechlichen Marktpreis abweichen.
Kosten einer professionellen Bewertung: Ein Kurzgutachten (10-20 Seiten, fuer Verkaufszwecke ausreichend) kostet 500-1.500 Euro. Ein Vollgutachten nach § 194 BauGB (fuer Gericht, Finanzamt) kostet 1.500-3.000 Euro. Online-Bewertungstools (ImmoScout, Homeday) bieten kostenlose Schaetzungen, sind aber weniger praezise. Tipp: Ein zu hoher Angebotspreis ist der haeufigste Fehler - er fuehrt zu langer Standzeit und letztlich einem niedrigeren Verkaufspreis als bei realistischer Einstiegspreisgestaltung.
Spekulationssteuer und steuerliche Aspekte beim Verkauf
Die Spekulationsfrist von 10 Jahren: Wird eine Immobilie innerhalb von 10 Jahren nach dem Kauf verkauft, ist der Gewinn als privates Veraeusserungsgeschaeft mit dem persoenlichen Einkommensteuersatz (bis 45% plus Solidaritaetszuschlag) zu versteuern. Nach Ablauf der 10-Jahres-Frist ist der Gewinn komplett steuerfrei. Massgeblich ist das Datum des notariellen Kaufvertrags (Kauf) und des notariellen Verkaufsvertrags (Verkauf).
Ausnahme bei Eigennutzung: Der Verkaufsgewinn ist auch innerhalb der 10-Jahres-Frist steuerfrei, wenn die Immobilie im Jahr des Verkaufs und in den beiden vorangegangenen Kalenderjahren ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde. Beispiel: Kauf 2022, Eigennutzung ab 2022, Verkauf im Maerz 2026 = steuerfrei, obwohl weniger als 10 Jahre. "Eigene Wohnzwecke" umfasst auch die Nutzung durch eigene Kinder, die Kindergeld erhalten.
Berechnung des steuerpflichtigen Gewinns: Verkaufspreis minus Anschaffungskosten (Kaufpreis + Kaufnebenkosten + wertsteigernde Investitionen) minus Veraeusserungskosten (Makler, Notar, Wertgutachten) = steuerpflichtiger Gewinn. Wertsteigernde Investitionen (Modernisierungen, Anbauten) erhoehen die Anschaffungskosten und mindern damit den steuerpflichtigen Gewinn. Reine Erhaltungsaufwendungen (Reparaturen, Instandhaltung) sind dagegen nicht anrechenbar.
Drei-Objekt-Grenze: Wer innerhalb von fuenf Jahren mehr als drei Immobilien verkauft, wird vom Finanzamt als gewerblicher Grundstueckshaendler eingestuft. Folge: Gewerbesteuer auf alle Verkaufsgewinne, auch rueckwirkend. Ausnahmen: Selbstgenutzte Immobilien und Erbschaften zaehlen in der Regel nicht mit. Planen Sie Verkaeufe strategisch, um diese Grenze nicht zu ueberschreiten.
Verkauf mit oder ohne Makler: Kosten und Vorteile
Maklerkosten seit 2020 (Bestellerprinzip fuer Kauf): Seit Dezember 2020 gilt fuer den Verkauf von Eigentumswohnungen und Einfamilienhaeusern: Die Maklerprovision wird haeuftig zwischen Kaeufer und Verkaeufer geteilt. Der Verkaeufer kann nicht mehr die gesamte Provision auf den Kaeufer abwaelzen. Die ueblichen Provisionssaetze betragen: 3,57% (inkl. MwSt) jeweils fuer Kaeufer und Verkaeufer in den meisten Bundeslaendern. Bei einem Verkaufspreis von 400.000 Euro fallen somit ca. 14.280 Euro Maklerkosten fuer den Verkaeufer an.
Was leistet ein guter Makler? Professionelle Wertermittlung, Erstellung eines hochwertigen Exposes mit professionellen Fotos und Grundrissen, Vermarktung auf allen relevanten Portalen, Durchfuehrung von Besichtigungen, Bonitaetspruefung der Kaufinteressenten, Verhandlungsfuehrung, Begleitung zum Notartermin und Koordination der Uebergabe. Ein guter Makler erzielt oft einen 5-15% hoeheren Verkaufspreis als ein Privatverkauf, was die Provision mehr als ausgleicht.
Privatverkauf - So gehts: Wer ohne Makler verkaufen moechte, spart die Provision, muss aber alles selbst organisieren: Professionelle Fotos erstellen (ggf. Fotograf fuer 300-500 Euro), Expose schreiben, Energieausweis besorgen, auf Immobilienportalen inserieren (ab 30 Euro/Monat bei ImmoScout24 fuer Privatinserate), Besichtigungen durchfuehren, Bonität der Kaeufer pruefen (Finanzierungsbestaetigung anfordern!) und den Notartermin koordinieren.
Maklervertrag richtig gestalten: Waehlen Sie einen qualifizierten Makler (Alleinauftrag empfohlen, da der Makler dann mehr investiert). Vereinbaren Sie eine angemessene Laufzeit (3-6 Monate), eine klare Provision und Leistungsbeschreibung. Ein Qualitaetsmakler sollte Mitglied im IVD (Immobilienverband Deutschland) sein und Referenzen vorweisen koennen. Holen Sie mindestens 2-3 Angebote ein und vergleichen Sie Leistung und Marketingstrategie.
Verkaufsunterlagen und Energieausweis
Pflichtunterlagen fuer den Verkauf: Grundbuchauszug (nicht aelter als 3 Monate, beim Grundbuchamt ca. 20 Euro), Energieausweis (Pflicht bei Verkauf, ab 50 Euro fuer Verbrauchsausweis), Grundrisse und Baupläne, Wohnflaechenberechnung, Baubeschreibung und Baugenehmigung, Liegenschaftskarte/Flurkarte (beim Katasteramt ca. 15-30 Euro) und bei Eigentumswohnungen: Teilungserklaerung, Wirtschaftsplan, letzte drei WEG-Protokolle und Instandhaltungsruecklage.
Energieausweis: Seit 2014 ist der Energieausweis bei Verkauf und Vermietung Pflicht. Er muss spaetestens bei der Besichtigung vorgelegt und im Expose die Energiekennwerte angegeben werden. Verstoesse koennen mit bis zu 10.000 Euro Bussgeld geahndet werden. Der Verbrauchsausweis (ab 50-100 Euro) basiert auf dem tatsaechlichen Energieverbrauch, der Bedarfsausweis (ab 300-500 Euro) auf einer technischen Analyse des Gebaeudes. Fuer Gebaeude mit weniger als 5 Wohneinheiten und Baujahr vor 1977 ist der Bedarfsausweis Pflicht.
Wertsteigernde Massnahmen vor dem Verkauf: Kleine Investitionen koennen den Verkaufspreis ueberproportional steigern: Frischer Anstrich innen und aussen (1.000-5.000 Euro, Wirkung: +3-5%), gepflegter Garten und Eingangsbereich (500-2.000 Euro, erster Eindruck!), moderne Armaturen und Lichtschalter (500-1.500 Euro), professionelle Reinigung und Home Staging (500-3.000 Euro, Wirkung: +5-15% Verkaufspreis). Groessere Sanierungen (Bad, Kueche) lohnen sich vor dem Verkauf meist nicht, da die Kosten den Mehrerloes uebersteigen.
Der Verkaufsablauf - Vom Inserat bis zur Uebergabe
Phase 1 - Vorbereitung (2-4 Wochen): Unterlagen zusammenstellen, Immobilie bewerten lassen, Angebotspreis festlegen, professionelle Fotos erstellen, Expose anfertigen, Vermarktungsstrategie festlegen. Tipp: Der Angebotspreis sollte 5-10% ueber dem erwarteten Verkaufspreis liegen, um Verhandlungsspielraum zu haben. Aber Vorsicht: Ein zu hoher Preis schreckt Interessenten ab.
Phase 2 - Vermarktung und Besichtigungen (4-12 Wochen): Inserate auf ImmoScout24, Immowelt und lokalen Portalen schalten. Einzelbesichtigungen sind empfehlenswerter als Massenbesichtigungen - sie wirken wertschaetzender und ermoeglichen eine bessere Einschaetzung der Interessenten. Fragen Sie nach der Finanzierungssituation und fordern Sie eine Finanzierungsbestaetigung der Bank an. In guten Lagen und bei attraktivem Preis sind Mehrfachangebote (Bieterverfahren) moeglich.
Phase 3 - Verhandlung und Kaufvertrag (2-4 Wochen): Nach Einigung auf den Kaufpreis wird ein Notar beauftragt, den Kaufvertrag zu entwerfen. Beide Parteien erhalten den Entwurf mindestens 14 Tage vor dem Beurkundungstermin zur Pruefung (Pflicht bei Verbrauchervertraegen). Der Kaufvertrag regelt: Kaufpreis, Zahlungsmodalitaeten, Uebergabetermin, Lasten und Beschraenkungen, Gewaehrleistung und Ruecktrittsbedingungen.
Phase 4 - Notartermin und Abwicklung (4-8 Wochen): Beim Notartermin wird der Kaufvertrag vorgelesen und von beiden Parteien unterschrieben. Der Notar veranlasst die Auflassungsvormerkung im Grundbuch (schuetzt den Kaeufer), die Einholung der Grunderwerbsteuerbescheinigung und die Loeschung alter Grundschulden. Nach Zahlung des Kaufpreises (ueber Notaranderkonto oder direkt) erfolgt die Umschreibung im Grundbuch. Die Uebergabe findet zum vereinbarten Termin statt, dokumentiert durch ein Uebergabeprotokoll (Zaehlerstaende, Schluesselanzahl, Zustand).
Kosten fuer den Verkaeufer: Maklerprovision (ca. 3,57% inkl. MwSt), Vorfaelligkeitsentschaedigung bei laufendem Kredit (ggf. 1-2% der Restschuld), Loeschung der Grundschuld im Grundbuch (ca. 200-500 Euro), ggf. Spekulationssteuer (bei Verkauf innerhalb von 10 Jahren) und Energieausweis (50-500 Euro). Die Notarkosten und Grunderwerbsteuer traegt in der Regel der Kaeufer.
Besondere Verkaufssituationen
Vermietete Immobilie verkaufen: Eine vermietete Immobilie kann verkauft werden, ohne den Mieter zu kuendigen - es gilt der Grundsatz "Kauf bricht nicht Miete" (§ 566 BGB). Der Kaeufer tritt in den bestehenden Mietvertrag ein. Allerdings erzielt eine vermietete Immobilie in der Regel 10-30% weniger als eine leerstehende, da der Kaeufer die Immobilie nicht sofort selbst nutzen kann und an den bestehenden Mietvertrag gebunden ist. Eigenbedarfskuendigung ist erst nach Eigentumserwerb und mit Sperrfrist (3-10 Jahre je nach Region) moeglich.
Geerbte Immobilie verkaufen: Bei geerbten Immobilien beginnt die Spekulationsfrist mit dem Kaufdatum des Erblassers (nicht mit dem Erbfall). Hat der Verstorbene die Immobilie vor ueber 10 Jahren gekauft, ist der Verkauf sofort steuerfrei. Bei einer Erbengemeinschaft muessen alle Miterben dem Verkauf zustimmen. Tipp: Lassen Sie die Immobilie zeitnah bewerten und klaren Sie Erbschaftsteuer- Freibetraege (Ehepartner: 500.000 Euro, Kinder: 400.000 Euro).
Scheidungsimmobilie verkaufen: Bei einer Scheidung muss die gemeinsame Immobilie geregelt werden. Optionen: Ein Ehegatte uebernimmt und zahlt den anderen aus, gemeinsamer Verkauf und Erlösteilung oder - als letztes Mittel - Teilungsversteigerung (oft 20-30% unter Marktwert). Die einvernehmliche Einigung ist immer die wirtschaftlichste Loesung. Eine Scheidungsfolgenvereinbarung sollte die Immobilienfrage klar regeln.
Immobilie im Alter verkaufen (Leibrente): Senioren koennen ihre Immobilie per Leibrente verkaufen: Der Kaeufer zahlt eine monatliche Rente auf Lebenszeit, der Verkaeufer behaelt ein Wohnrecht. Vorteile: regelmaessiges Einkommen, Wohnen bleiben, keine Instandhaltungskosten mehr. Nachteile: der Gesamterloes liegt oft unter dem Marktwert, die Hoehe der Leibrente haengt von der statistischen Lebenserwartung ab. Alternativ: Immobilien-Teilverkauf (Wertfaktor, Engel & Voelkers LiquidHome) - hier verkaufen Sie nur einen Anteil (bis 50%) und bleiben wohnen.
📑Inhaltsverzeichnis
- 🏠Immobilie verkaufen in Deutschland - Der richtige Zeitpunkt
- 📊Immobilie bewerten: So ermitteln Sie den Marktwert
- 💰Spekulationssteuer und steuerliche Aspekte beim Verkauf
- 🤝Verkauf mit oder ohne Makler: Kosten und Vorteile
- 📋Verkaufsunterlagen und Energieausweis
- 📅Der Verkaufsablauf - Vom Inserat bis zur Uebergabe
- 🔑Besondere Verkaufssituationen
Privatverkauf vs. Makler vs. Schnellverkauf/iBuyer
Welcher Verkaufsweg bringt Ihnen das beste Ergebnis?
Privatverkauf
✓Vorteile
- •Keine Maklerprovision (Ersparnis: 3-7% des Verkaufspreises)
- •Volle Kontrolle ueber den Verkaufsprozess
- •Direkter Kontakt zu Kaufinteressenten
- •Flexible Zeiteinteilung fuer Besichtigungen
- •Persoenliche Verhandlungsfuehrung
✗Nachteile
- •Hoher Zeitaufwand (Expose, Besichtigungen, Verhandlungen)
- •Fehlende Marktkenntnis kann zu falschem Preis fuehren
- •Kein professionelles Netzwerk an Kaufinteressenten
- •Rechtliche Risiken bei fehlenden Kenntnissen
- •Emotionale Involviertheit kann Verhandlungen erschweren
- •Vermarktungskosten (Portale, Fotos) selbst tragen
🎯Ideal für
Verkaeufer mit Zeit, Marktkenntnis und Verhandlungsgeschick, die die Provision sparen moechten
Verkauf mit Makler
✓Vorteile
- •Professionelle Wertermittlung und Preisgestaltung
- •Hochwertiges Marketing (Fotos, Expose, Portale)
- •Grosses Netzwerk an vorgemerkten Kaufinteressenten
- •Bonitaetspruefung und Verhandlungsfuehrung
- •Oft 5-15% hoeherer Verkaufspreis als Privatverkauf
- •Rechtliche Sicherheit und Begleitung zum Notar
✗Nachteile
- •Maklerprovision: 3,57% inkl. MwSt (haeuftigste Teilung)
- •Abhaengigkeit von Qualitaet und Engagement des Maklers
- •Eingeschraenkte Kontrolle ueber den Verkaufsprozess
- •Vertragslaufzeit bindet den Verkaeufer
- •Nicht jeder Makler ist gleich gut - Qualitaet variiert stark
🎯Ideal für
Die meisten Verkaeufer - besonders bei hochwertigen Immobilien, wenig Zeit oder fehlender Markterfahrung
Schnellverkauf / iBuyer
✓Vorteile
- •Sehr schnelle Abwicklung (oft 2-4 Wochen)
- •Sicherer Verkauf: Kaufpreis und Termin stehen fest
- •Keine Besichtigungen durch Privatpersonen noetig
- •Ideal bei Zeitdruck (Scheidung, Erbschaft, Schulden)
- •Unkomplizierter Prozess mit wenig Aufwand
✗Nachteile
- •Deutlich niedrigerer Verkaufspreis (10-30% unter Marktwert)
- •Beschraenkte Verfuegbarkeit (meist nur Grossstaedte)
- •Nicht alle Immobilientypen werden akzeptiert
- •Intransparente Bewertungsmethoden mancher Anbieter
- •Service-Gebuehren koennen hoch sein
- •Kaum Verhandlungsspielraum
🎯Ideal für
Verkaeufer mit extremem Zeitdruck oder komplexen Situationen, die einen schnellen und sicheren Verkauf benoetigen
❓Häufig gestellte Fragen
Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick
Der Verkauf ist steuerfrei, wenn: 1) Die Immobilie laenger als 10 Jahre im Besitz war (Spekulationsfrist abgelaufen), oder 2) Die Immobilie im Verkaufsjahr und den zwei vorangegangenen Kalenderjahren ausschliesslich zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde (auch bei Haltedauer unter 10 Jahren). Bei geerbten Immobilien zaehlt das Kaufdatum des Erblassers. Die Spekulationssteuer kann bei hohen Gewinnen erheblich sein - bis zu 45% plus Soli.
Seit Dezember 2020 wird die Maklerprovision bei Wohnimmobilien haeuftig geteilt. Die uebliche Provision betraegt 3,57% inkl. MwSt fuer den Verkaeufer und 3,57% fuer den Kaeufer (in den meisten Bundeslaendern). Bei einem Verkaufspreis von 400.000 Euro zahlt der Verkaeufer ca. 14.280 Euro. In einigen Regionen sind abweichende Saetze ueblich. Die Provision ist verhandelbar.
Drei Moeglichkeiten: 1) Online-Bewertungstools (kostenlos, grobe Schaetzung), 2) Kurzgutachten durch Sachverstaendigen (500-1.500 Euro, fuer Verkaufszwecke empfohlen), 3) Vollgutachten nach § 194 BauGB (1.500-3.000 Euro, fuer Gericht/Finanzamt). Methoden: Vergleichswertverfahren (Wohnungen), Ertragswertverfahren (vermietete Objekte) oder Sachwertverfahren (Einfamilienhaeuser). Ein realistischer Preis ist der wichtigste Erfolgsfaktor beim Verkauf.
Pflichtunterlagen: Grundbuchauszug (aktuell), Energieausweis, Grundrisse und Flaechen berechnung, Liegenschaftskarte. Empfohlen: Bauunterlagen und Baugenehmigung, Nachweise ueber Modernisierungen, letzte Nebenkostenabrechnungen. Bei Eigentumswohnungen zusaetzlich: Teilungserklaerung, Wirtschaftsplan, letzte 3 WEG-Protokolle, Hoehe der Instandhaltungsruecklage. Fehlende Unterlagen verzoegern den Verkauf und mindern das Kaeufervertrauen.
Durchschnittliche Verkaufsdauer in Deutschland: 3-6 Monate in Grossstaedten, 6-12 Monate in laendlichen Gebieten. Vorbereitung: 2-4 Wochen, Vermarktung und Besichtigungen: 4-12 Wochen, Verhandlung und Kaufvertrag: 2-4 Wochen, Notartermin bis Kaufpreiszahlung: 4-8 Wochen. Insgesamt sollten Sie mit 4-8 Monaten rechnen. Ein realistischer Preis und professionelles Marketing verkuerzen die Verkaufsdauer erheblich.
Nur wenn Sie die Immobilie innerhalb von 10 Jahren nach dem Kauf verkaufen UND sie nicht in den letzten drei Kalenderjahren (Verkaufsjahr + zwei Vorjahre) ausschliesslich selbst bewohnt haben. Der Gewinn wird dann mit Ihrem persoenlichen Einkommensteuersatz besteuert (14-45%). Beispiel: Kaufpreis 200.000 Euro + 20.000 Euro Nebenkosten, Verkaufspreis 350.000 Euro = 130.000 Euro steuerpflichtiger Gewinn. Bei 42% Steuersatz = ca. 54.600 Euro Steuer.
Ja, eine vermietete Immobilie kann jederzeit verkauft werden. Der Kaeufer uebernimmt den bestehenden Mietvertrag (§ 566 BGB "Kauf bricht nicht Miete"). Der Mieter muss nicht zustimmen, aber informiert werden. Nachteil: Vermietete Wohnungen erzielen 10-30% weniger als leerstehende. Eine Eigenbedarfskuendigung durch den Kaeufer ist erst nach Eigentumserwerb und unter Beachtung der Kuendigungssperrfrist (oft 3-10 Jahre) moeglich.
Die Notarkosten betragen ca. 1-1,5% des Kaufpreises und werden in der Regel vom Kaeufer getragen. Bei einem Verkaufspreis von 400.000 Euro sind das ca. 4.000-6.000 Euro (inkl. Grundbuchkosten). Der Verkaeufer traegt nur die Kosten fuer die Loeschung alter Grundschulden (ca. 200-500 Euro). Die Notargebuehren sind gesetzlich festgelegt (GNotKG) und nicht verhandelbar.
Wenn Sie Ihre Immobilie verkaufen und noch ein laufendes Bankdarlehen haben, verlangt die Bank eine Vorfaelligkeitsentschaedigung fuer den entgangenen Zinsgewinn. Diese betraegt je nach Restlaufzeit und Zinsdifferenz 0,5-2% der Restschuld. Bei 200.000 Euro Restschuld also 1.000-4.000 Euro. Tipp: Manche Darlehen haben ein Sonderkuendigungsrecht nach 10 Jahren (§ 489 BGB) - dann entfaellt die Vorfaelligkeitsentschaedigung.
Studien zeigen, dass professionelles Home Staging den Verkaufspreis um 5-15% steigern und die Verkaufsdauer um 30-50% verkuerzen kann. Kosten: 500-3.000 Euro fuer ein Einfamilienhaus (moeblierte Praesentation mit gemieteten Moebeln). Besonders sinnvoll bei leerstehenden Immobilien und in hoeheren Preissegmenten. Mindestmassnahmen ohne Home Stager: Entruempeln, reinigen, neutral streichen, Garten pflegen und fuer gute Beleuchtung sorgen.
Verwandte Themen & Kategorien
📚Ähnliche Themen
Ermitteln Sie den Wert Ihrer Immobilie!
Nutzen Sie unsere kostenlosen Rechner fuer eine realistische Bewertung und optimale Verkaufsstrategie.