Zuletzt aktualisiert: 2. Februar 2025

Reifengröße-Umrechner - Zoll in mm & Reifenmaße erklärt

Wandeln Sie Reifengrößen um und verstehen Sie die Reifenkennzeichnung. 205/55 R16 erklärt: Breite, Höhe, Zoll. Mit Abrollumfang-Berechnung.

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Reifengröße-Rechner

Format: 205/55 R16
205 = Breite (mm) • 55 = Höhe (% der Breite) • R16 = Felgendurchmesser (Zoll)

Quellen & Referenzen

  • ADAC ReifentestADAC

    Unabhängige Reifentests und Empfehlungen

  • Bundesverband ReifenhandelBRV

    Brancheninformationen und Standards

  • ECE-Regelung Nr. 30UN/ECE

    Internationale Reifennormen und Kennzeichnung

Unsere Berechnungen basieren auf offiziellen Quellen und wissenschaftlichen Standards.

Häufig gestellte Fragen zum Reifengröße-Umrechner - Zoll in mm & Reifenmaße erklärt

Reifengroesse: Der komplette Ratgeber 2026

Die richtige Reifengroesse ist entscheidend fuer Sicherheit, Fahrkomfort und Kraftstoffverbrauch. Doch die Zahlen- und Buchstabenkombinationen auf der Reifenflanke wirken auf viele Autofahrer raetselhaft. In diesem umfassenden Ratgeber erklaeren wir Ihnen alles, was Sie ueber Reifengroessen wissen muessen – von der Bedeutung jeder einzelnen Kennzahl bis hin zu den gesetzlichen Regelungen beim Reifenwechsel. Unser Reifengroesse-Umrechner hilft Ihnen dabei, verschiedene Reifenmasse schnell und zuverlaessig umzurechnen.

Reifenbezeichnung lesen und verstehen

Auf jedem Reifen ist eine genormte Bezeichnung aufgedruckt, die saemtliche technischen Daten enthaelt. Nehmen wir als Beispiel die gaengige Groesse 205/55 R16 91V – eine der meistverkauften Reifengroessen in Deutschland. Jeder Teil dieser Bezeichnung hat eine konkrete Bedeutung:

205 – Reifenbreite in Millimetern

Die erste Zahl gibt die Nennbreite des Reifens in Millimetern an, gemessen von Seitenwand zu Seitenwand. In unserem Beispiel ist der Reifen 205 mm breit. Breitere Reifen bieten in der Regel mehr Grip, erhoehen aber den Rollwiderstand und damit den Kraftstoffverbrauch. Schmalere Reifen sind sparsamer und schneiden bei Naesse und Schnee oft besser ab, da sie den Auftrieb (Aquaplaning-Gefahr) reduzieren.

55 – Verhaeltnis von Hoehe zu Breite

Die zweite Zahl ist das Querschnittsverhaeltnis (auch Flankenprofil genannt) in Prozent. Sie beschreibt das Verhaeltnis der Reifenhoehe zur Reifenbreite. Bei einem 205/55-Reifen betraegt die Flankenhoehe 55 Prozent von 205 mm, also rund 112,75 mm. Ein niedriges Verhaeltnis (z. B. 35 oder 40) steht fuer sportliche Niederquerschnittsreifen mit praezisem Handling, waehrend ein hohes Verhaeltnis (z. B. 65 oder 70) mehr Komfort und besseren Schutz der Felge bietet.

R – Radiale Bauart

Der Buchstabe „R“ steht fuer Radialreifen. Bei dieser Bauweise verlaufen die Karkassfaeden radial, also quer zur Laufrichtung. Praktisch alle modernen Pkw-Reifen sind Radialreifen. Die aeltere Diagonalbauweise (gekennzeichnet mit „D“ oder „–“) findet man heute nur noch bei Oldtimern oder speziellen Anhaengerreifen.

16 – Felgendurchmesser in Zoll

Diese Zahl gibt den Innendurchmesser des Reifens bzw. den Felgendurchmesser in Zoll an. 16 Zoll entsprechen 406,4 mm. Gaengige Felgengroessen reichen von 14 Zoll bei Kleinwagen bis 22 Zoll und mehr bei SUVs und Sportwagen. Groessere Felgen ermoeglichen breitere Reifen und verbessern oft die Optik, koennen aber den Fahrkomfort reduzieren.

91 – Tragfaehigkeitsindex (Load Index)

Der Tragfaehigkeitsindex gibt die maximale Belastbarkeit pro Reifen an. Der Index 91 steht fuer eine maximale Tragfaehigkeit von 615 kg pro Reifen. Dieser Wert muss mindestens dem in den Fahrzeugpapieren eingetragenen Wert entsprechen – ein hoeherer Index ist erlaubt, ein niedrigerer nicht.

V – Geschwindigkeitsindex (Speed Index)

Der letzte Buchstabe gibt die zulaessige Hoechstgeschwindigkeit an. „V“ steht fuer bis zu 240 km/h. Weitere gaengige Kennungen sind: T (190 km/h), H (210 km/h), W (270 km/h) und Y (300 km/h). Auch hier gilt: Der Geschwindigkeitsindex darf nicht unter dem im Fahrzeugschein vorgeschriebenen Wert liegen, es sei denn, es handelt sich um M+S-Reifen mit entsprechender Kennzeichnung im Winter.

Reifengroesse aendern – was ist erlaubt?

Viele Autofahrer moechten groessere Felgen oder breitere Reifen montieren – sei es aus optischen Gruenden oder fuer besseres Fahrverhalten. Doch dabei gibt es strenge gesetzliche Vorgaben, die unbedingt eingehalten werden muessen, da andernfalls die Betriebserlaubnis erlischt und der Versicherungsschutz gefaehrdet ist.

ABE und Fahrzeugpapiere

Die zulaessigen Reifengroessen fuer Ihr Fahrzeug finden Sie in der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) unter den Feldern 15.1 und 15.2 sowie im COC-Dokument (Certificate of Conformity). Nur dort aufgefuehrte Kombinationen duerfen ohne weitere Genehmigung verwendet werden. Moechten Sie eine andere Groesse montieren, benoetigen Sie eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) des Reifen- oder Felgenherstellers oder ein Teilegutachten nach § 19 Abs. 3 StVZO.

Eintragung beim TUeV

Wenn die gewuenschte Rad-Reifen-Kombination nicht in den Fahrzeugpapieren steht, muss sie von einer Prueforganisation (TUeV, DEKRa, GTUe) abgenommen und in die Zulassungsbescheinigung eingetragen werden. Die Kosten dafuer liegen typischerweise zwischen 30 und 100 Euro. Ohne diese Eintragung riskieren Sie ein Bussgeld, den Verlust der Betriebserlaubnis und im schlimmsten Fall Probleme bei der Schadensregulierung nach einem Unfall.

Toleranzen beim Abrollumfang

Der Abrollumfang des neuen Reifens darf nur begrenzt vom Original abweichen. Die Toleranz liegt bei maximal +/– 1,5 Prozent gegenueber dem Serienreifen. Unser Reifengroesse-Umrechner berechnet diese Abweichung automatisch fuer Sie. Eine groessere Abweichung fuehrt zu einer falschen Tachoanzeige und ist nicht zulaessig.

Tachoanpassung

Aendert sich der Abrollumfang, aendert sich auch die Tachoanzeige. Ein groesserer Abrollumfang bedeutet, dass der Tacho weniger Geschwindigkeit anzeigt als tatsaechlich gefahren wird – was illegal ist, da der Tacho niemals zu wenig anzeigen darf. Gesetzlich vorgeschrieben ist, dass der Tacho die reale Geschwindigkeit nie unterschreiten, aber bis zu 10 Prozent plus 4 km/h ueberschreiten darf. Unser Rechner zeigt Ihnen die Tacho-Abweichung direkt an.

Zoll vs. Millimeter – die Umrechnung erklaert

Die Reifenbezeichnung mischt zwei Masssysteme: Die Reifenbreite und die Flankenhoehe werden in Millimetern angegeben, waehrend der Felgendurchmesser in Zoll gemessen wird. Ein Zoll (englisch: inch) entspricht exakt 25,4 Millimetern. So lassen sich Felgengroessen einfach umrechnen:

Felgengroesse (Zoll)Durchmesser (mm)Typische Fahrzeuge
14 Zoll355,6 mmKleinwagen (Polo, Corsa)
15 Zoll381,0 mmKompaktklasse (Golf, Focus)
16 Zoll406,4 mmMittelklasse (3er BMW, A4)
17 Zoll431,8 mmObere Mittelklasse, SUV
18 Zoll457,2 mmSUV, Sportwagen
19 Zoll482,6 mmPremium-SUV, Sportwagen
20 Zoll508,0 mmGrosse SUV, Luxusklasse

Wichtig zu verstehen: Der Gesamtdurchmesser des Rades setzt sich aus dem Felgendurchmesser plus zweimal der Flankenhoehe zusammen. Bei einem 205/55 R16 ergibt sich: 406,4 mm (Felge) + 2 × 112,75 mm (Flanke) = 631,9 mm Gesamtdurchmesser. Wenn Sie von einer 16-Zoll-Felge auf eine 17-Zoll-Felge wechseln, muss die Flankenhoehe entsprechend reduziert werden, damit der Gesamtdurchmesser nahezu gleich bleibt. Aus 205/55 R16 wird dann beispielsweise 215/45 R17 – breiterer Reifen, niedrigere Flanke, groessere Felge, aber fast identischer Gesamtdurchmesser.

Dieses Prinzip nennt man „Plus-Sizing“: Man erhoert die Felgengroesse um einen Zoll (Plus 1) oder zwei Zoll (Plus 2) und passt die Reifengroesse entsprechend an. So bleibt die Gesamthoehe des Rades konstant, was fuer korrekte Tachoanzeige und unveraendertes Fahrverhalten sorgt. Unser Umrechner berechnet diese Zusammenhaenge automatisch und zeigt kompatible Alternativgroessen an.

Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen im Vergleich

In Deutschland gibt es eine situative Winterreifenpflicht (§ 2 Abs. 3a StVO): Bei winterlichen Strassenverhaeltnissen – also bei Glaette, Schneematsch, Eis, Reif- oder Schneeglaette – duerfen nur Reifen mit dem Alpine-Symbol (Schneeflocke im Dreigipfelberg) gefahren werden. Reifen mit lediglich M+S-Kennzeichnung ohne Alpine-Symbol sind seit dem 1. Oktober 2024 nicht mehr als Winterreifen anerkannt.

Sommerreifen

Sommerreifen bestehen aus einer haerteren Gummimischung, die bei hohen Temperaturen formstabil bleibt. Ihr Profil ist auf Nassgrip und Aquaplaning-Schutz optimiert. Bei Temperaturen unter 7 Grad Celsius wird die Gummimischung jedoch zu hart, der Grip laesst deutlich nach. Sommerreifen bieten im Sommer kuerzere Bremswege und bessere Kurvenstabilitaet als Ganzjahresreifen.

Winterreifen

Winterreifen verwenden eine weichere Gummimischung mit erhoehtem Silica-Anteil, die auch bei Minusgraden elastisch bleibt. Die feinen Lamellen im Profil verzahnen sich mit Schnee und Eis fuer optimalen Halt. Im Sommer verschleissen Winterreifen jedoch deutlich schneller, und der Bremsweg auf trockener Strasse verlaengert sich erheblich – bei 100 km/h um bis zu zehn Meter im Vergleich zum Sommerreifen.

Ganzjahresreifen (Allwetterreifen)

Ganzjahresreifen sind ein Kompromiss: Sie tragen das Alpine-Symbol und erfuellen damit die gesetzlichen Anforderungen fuer den Winter, erreichen aber weder die Sommerperformance eines reinen Sommerreifens noch den Wintergrip eines dedizierten Winterreifens. Sie eignen sich besonders fuer Wenigfahrer, Stadtbewohner und Regionen mit milden Wintern. Wer regelmaessig in Bergregionen oder bei starkem Schneefall unterwegs ist, sollte auf dedizierte Winterreifen setzen.

Die O-bis-O-Regel

Als Faustregel gilt die bekannte „O-bis-O-Regel“: Winterreifen von Oktober bis Ostern, Sommerreifen von Ostern bis Oktober. Diese Empfehlung deckt erfahrungsgemaess die kalten Monate ab, in denen mit winterlichen Strassenverhaeltnissen zu rechnen ist. Allerdings sollte man flexibel bleiben: Ein ueberraschender Kaelteeinbruch im April oder ein warmer November koennen einen frueheren oder spaeteren Wechsel sinnvoll machen.

Beim Reifenwechsel ist die richtige Groesse entscheidend. Viele Fahrzeuge nutzen im Winter schmalere Reifen auf kleineren Felgen (z. B. 195/65 R15 statt 225/45 R17), da schmalere Reifen bei Schnee besser greifen und die kleineren Felgen guenstiger sind. Achten Sie dabei immer darauf, dass die Winterreifengroesse in Ihren Fahrzeugpapieren freigegeben ist. Unser Reifengroesse-Umrechner hilft Ihnen, die richtige Kombination zu finden und die Abweichung beim Abrollumfang zu pruefen.

Tipp: Achten Sie beim Reifenkauf auch auf das DOT-Datum (die letzten vier Ziffern der DOT-Nummer geben Produktionswoche und -jahr an). Reifen sollten nicht aelter als sechs Jahre sein, da die Gummimischung mit der Zeit verhaertet und die Haftung nachlassen kann – auch wenn das Profil noch ausreichend tief ist. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe betraegt 1,6 mm, Experten empfehlen jedoch mindestens 3 mm fuer Sommerreifen und 4 mm fuer Winterreifen.

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