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Zuletzt aktualisiert: 25. März 2026

Rentenlücke-Rechner 2026 - Versorgungslücke berechnen

Berechnen Sie Ihre persönliche Rentenlücke und ermitteln Sie die benötigte monatliche Sparrate. Vergleichen Sie gesetzliche Rente, private Vorsorge und Wunschrente auf einen Blick. Mit aktuellem Rentenwert 2024 (39,32 €).

📊

Rentenlücke-Rechner

Berechnen Sie Ihre Versorgungslücke und die benötigte Sparrate

Persönliche Daten

Durchschnittsentgelt 2024: 45.358 €

50% (sparsam)80% (empfohlen)100%

Rentenansprüche & Vorsorge

Finden Sie Ihre Rentenpunkte in Ihrer Renteninformation der DRV

Geschätzte Rentenpunkte: ~12.7 Punkte

ETF-Depot, private Rentenversicherung, Riester, Rürup etc.

0% (Sparbuch)4% (ETF-Mix)10% (Aktien)

Ihre Rentenlücke

Monatliche Einkünfte im Alter vs. Wunschrente

Wunschrente (80%)1.920,00 €
Gesetzliche Rente (brutto)1.830,85 €
Private Vorsorge (monatlich)318,87 €
Rentenlücke0,00 €

Monatliche Rentenlücke

0,00 €

Benötigte Sparrate/Monat

0,00 €

bei 4% Rendite

Gesamtbedarf

0 €

für 20 Jahre Rente

Rentenprognose

Rentenpunkte (gesamt)46.6
Gesetzliche Rente (brutto)1.830,85 €
Jahre bis Rente32 Jahre

Sparszenarien (monatlich)

Bei 2% Rendite:0,00 €/Monat
Bei 4% Rendite:0,00 €/Monat
Bei 6% Rendite:0,00 €/Monat
Bei 8% Rendite:0,00 €/Monat

Hinweise zur Berechnung

  • - Aktueller Rentenwert (West, Juli 2024): 39,32 € pro Rentenpunkt
  • - Gesetzliche Rente ist Bruttobetrag (vor Steuern und Krankenversicherung, ca. 10-15% Abzüge)
  • - Rentenniveau wird auf Basis eines geschätzten Nettoeinkommens (60% vom Brutto) berechnet
  • - Rentenalter: Regulär 67 Jahre für Jahrgänge ab 1964, vorzeitig ab 63 (mit Abschlägen)
  • - Annahme: 20 Jahre Rentenbezugsdauer ab Renteneintritt

Rechtlicher Hinweis

Diese Berechnung dient nur zur groben Orientierung und ersetzt keine professionelle Finanzberatung. Die tatsächliche Rente kann von der Prognose abweichen. Für verbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte die Deutsche Rentenversicherung oder einen Finanzberater. Alle Angaben ohne Gewähr.

Die Rentenlücke in Deutschland: Warum Altersvorsorge so wichtig ist

Die Rentenlücke ist eines der drängendsten finanziellen Themen in Deutschland. Das Rentenniveau ist in den letzten Jahrzehnten stetig gesunken: Während Rentner in den 1980er Jahren noch über 57% des Durchschnittsentgelts erhielten, liegt das Rentenniveau aktuell bei etwa 48,2%. Für viele Deutsche bedeutet das eine erhebliche Versorgungslücke im Alter.

Laut einer Studie der Deutschen Rentenversicherung beträgt die durchschnittliche monatliche Altersrente für Männer ca. 1.550 € brutto und für Frauen ca. 1.060 € brutto. Nach Abzug von Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Steuern bleiben deutlich geringere Nettobetragen. Unser Rechner hilft Ihnen, Ihre persönliche Rentenlücke zu berechnen und die passende Sparstrategie zu finden.

So berechnet sich Ihre gesetzliche Rente

Monatsrente = Entgeltpunkte × Zugangsfaktor × Rentenwert × Rentenartfaktor

  • Entgeltpunkte: Jahresbrutto / Durchschnittsentgelt (45.358 € für 2024). Bei Durchschnittsverdienst = 1 Punkt/Jahr
  • Zugangsfaktor: 1,0 bei Regelaltersrente, 0,997 pro Monat vorzeitiger Rente (0,3% Abschlag)
  • Rentenwert: 39,32 € pro Entgeltpunkt (ab Juli 2024, bundeseinheitlich)
  • Rentenartfaktor: 1,0 für Altersrente und Erwerbsminderungsrente (volle)

Rentenpunkte: Der Schlüssel zu Ihrer Rente

Entgeltpunkte (Rentenpunkte) sind die wichtigste Währung im deutschen Rentensystem. Sie sammeln jedes Jahr Punkte basierend auf Ihrem Bruttoeinkommen im Verhältnis zum Durchschnittsentgelt:

  • Wer genau das Durchschnittsentgelt verdient (45.358 € für 2024), erhält 1 Rentenpunkt pro Jahr
  • Wer doppelt so viel verdient, erhält 2 Punkte (Maximum: Beitragsbemessungsgrenze)
  • Wer die Hälfte verdient, erhält 0,5 Punkte
  • Kindererziehungszeiten: ca. 1 Punkt pro Kind (bis 3 Jahre, „Mütterrente")
  • Pflege: Je nach Umfang 0,25-0,9 Punkte pro Jahr

Ihre aktuellen Rentenpunkte finden Sie in der jährlichen Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung, die Sie ab dem 27. Lebensjahr automatisch per Post erhalten. Alternativ können Sie Ihr Rentenkonto online unter eService.drv.de einsehen.

Die 3 Säulen der Altersvorsorge

Das deutsche Altersvorsorgesystem basiert auf drei Säulen:

1. Gesetzliche Rente

Pflichtversicherung für Arbeitnehmer. Umlagefinanziert (aktuelle Beitragszahler finanzieren aktuelle Rentner). Beitragssatz: 18,6% (je hälftig Arbeitnehmer/Arbeitgeber). Rentenniveau: ca. 48%.

2. Betriebliche Altersvorsorge

Arbeitgeber-unterstützte Vorsorge (Entgeltumwandlung). Steuer- und sozialabgabenfrei bis zu bestimmten Grenzen. Arbeitgeber muss 15% Zuschuss leisten. Verschiedene Durchführungswege (Direktversicherung, Pensionskasse etc.).

3. Private Altersvorsorge

Eigenverantwortliche Vorsorge: ETF-Sparpläne, Riester, Rürup, private Rentenversicherung, Immobilien, Aktien. Höchste Flexibilität, aber auch höchste Eigenverantwortung.

Rentenlücke schließen: Die besten Strategien

ETF-Sparplan: Der Klassiker der privaten Vorsorge

Ein breit gestreuter ETF-Sparplan (z.B. auf den MSCI World oder FTSE All-World) ist eine der effizientesten Formen der Altersvorsorge. Historisch haben globale Aktienmärkte ca. 7% Rendite pro Jahr erzielt (nominal, vor Inflation ca. 5%).

Rechenbeispiel ETF-Sparplan:
  • Sparrate: 300 €/Monat
  • Anlagedauer: 30 Jahre
  • Erwartete Rendite: 7% p.a.
  • Endkapital: ca. 365.000 €
  • Davon eingezahlt: 108.000 €
  • Rendite: ca. 257.000 €
  • Monatliche Entnahme (4%-Regel, 30 Jahre): ca. 1.530 €

Riester-Rente: Staatliche Förderung nutzen

Die Riester-Rente bietet staatliche Zulagen: 175 € Grundzulage und 185-300 € pro Kind. Zusätzlich können Beiträge als Sonderausgaben steuerlich abgesetzt werden (max. 2.100 €/Jahr). Besonders lohnend für Geringverdiener und Familien mit Kindern. Nachteil: Oft hohe Gebühren und geringe Rendite.

Betriebliche Altersvorsorge (bAV)

Seit 2019 muss der Arbeitgeber mindestens 15% Zuschuss bei der Entgeltumwandlung zahlen. Beiträge sind bis zu 302 € monatlich (2024) steuer- und sozialabgabenfrei. Die bAV lohnt sich besonders, wenn der Arbeitgeber großzügig bezuschusst. Achten Sie auf niedrige Verwaltungskosten und flexible Produkte.

Inflation und Kaufkraftverlust berücksichtigen

Ein oft unterschätzter Faktor bei der Rentenplanung ist die Inflation. Bei einer durchschnittlichen Inflation von 2% pro Jahr verliert Ihr Geld in 30 Jahren etwa 45% seiner Kaufkraft:

Kaufkraftverlust durch Inflation:
In 10 Jahren:
1.000 € = 820 € Kaufkraft
In 20 Jahren:
1.000 € = 673 € Kaufkraft
In 30 Jahren:
1.000 € = 552 € Kaufkraft
In 40 Jahren:
1.000 € = 453 € Kaufkraft

Daher ist es wichtig, in Anlageklassen zu investieren, die langfristig die Inflation schlagen. Sachwerte wie Aktien (ETFs) und Immobilien bieten historisch den besten Inflationsschutz.

Schritt-für-Schritt: Rentenlücke berechnen und schließen

  1. Ermitteln Sie Ihre zu erwartende gesetzliche Rente (Renteninformation der DRV)
  2. Bestimmen Sie Ihr gewünschtes Rentenniveau (Empfehlung: 70-80% des Nettoeinkommens)
  3. Berechnen Sie Ihre Rentenlücke (Wunschrente - gesetzliche Rente - vorhandene Vorsorge)
  4. Berücksichtigen Sie Inflation (2% pro Jahr als Puffer)
  5. Wählen Sie eine Sparstrategie (ETF-Sparplan, Riester, bAV oder Kombination)
  6. Starten Sie so früh wie möglich (Zinseszinseffekt!)
  7. Überprüfen Sie jährlich Ihre Planung und passen Sie bei Bedarf an

Tipp: Je früher, desto besser

Der Zinseszinseffekt ist Ihr mächtigster Verbündeter. Wer mit 25 Jahren 200 €/Monat spart, hat bei 7% Rendite mit 67 Jahren ca. 625.000 €. Wer erst mit 35 anfängt, braucht 415 €/Monat für das gleiche Ergebnis. Und wer mit 45 startet, muss bereits 960 €/Monat sparen. Jedes Jahr zählt!

Häufig gestellte Fragen zum Rentenlücke-Rechner

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