Bürgergeld vs. Neue Grundsicherung – Vergleichsrechner 2026
Was ändert sich ab Juli 2026? Vergleichen Sie Leistungen, Vermögensfreibeträge und Wohnkosten im direkten Vergleich beider Systeme.
⚖️ Rechtlicher Hinweis
Dieser Vergleichsrechner dient nur zur groben Orientierung und basiert auf dem Stand der geplanten Gesetzesänderungen (März 2026). Die endgültigen Regelungen können abweichen. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Jobcenter oder eine Sozialberatungsstelle. Alle Angaben ohne Gewähr.
Bürgergeld wird zur Neuen Grundsicherung – Was ändert sich?
Ab dem 1. Juli 2026 wird das Bürgergeld durch die „Neue Grundsicherung“ ersetzt. Die Bundesregierung hat strengere Regeln beschlossen, um die Arbeitsaufnahme stärker zu fördern. Während die Regelsätze zunächst gleich bleiben, ändern sich vor allem die Rahmenbedingungen: Vermögensfreibeträge sinken, die Karenzzeit entfällt, und die Zumutbarkeitsregeln werden verschärft.
Regelsätze 2026 (für beide Systeme identisch)
| Personengruppe | Regelsatz/Monat | Enthält |
|---|---|---|
| Alleinstehend | 563 € | Nahrung, Kleidung, Strom, Hygiene |
| Paare (je Partner) | 506 € | Gemeinsamer Haushalt |
| Jugendliche 14–17 | 471 € | + Schulbedarf |
| Kinder 6–13 | 390 € | + Schulbedarf |
| Kinder 0–5 | 357 € | + Erstausstattung |
Die wichtigsten Änderungen im Überblick
- Karenzzeit abgeschafft: Unter dem Bürgergeld gab es 12 Monate Schonzeit mit höherem Vermögensfreibetrag (40.000 €) und Übernahme tatsächlicher Wohnkosten. Diese Karenzzeit entfällt vollständig.
- Vermögensfreibetrag gesenkt: Statt 40.000 € + 15.000 € pro weitere Person gelten nur noch 15.000 € pro Person – ab dem ersten Tag des Leistungsbezugs.
- Wohnkosten: Nur noch „angemessene“ Kosten ab Tag 1. Wer in einer zu teuren Wohnung lebt, muss sofort Kürzungen hinnehmen oder umziehen.
- Sanktionen: Schnellere und konsequentere Durchsetzung. Bei wiederholten Pflichtverletzungen Kürzung bis 30 % (Maximum laut Bundesverfassungsgericht).
- Zumutbare Arbeit: Der tägliche Pendelweg von 3 Stunden wird als zumutbar angesehen (bisher 2,5 Stunden). Die Definition zumutbarer Arbeit wird erweitert.
Wer ist besonders betroffen?
- Personen mit Ersparnissen: Wer zwischen 15.000 und 40.000 € gespart hat, verliert den Schutz der Karenzzeit. Das Vermögen muss bis auf den neuen Freibetrag aufgebraucht werden.
- Personen in teuren Wohnungen: Wer Miete über der Angemessenheitsgrenze zahlt, erhält keine vollständige Erstattung mehr. Möglicherweise Umzug erforderlich.
- Berufseinsteiger/Neubeantragung: Besonders hart trifft es Personen, die erstmals Leistungen beantragen und auf die Karenzzeit gehofft hatten.
- Familien: Höhere Wohnkosten und Vermögensansätze können Familien überproportional belasten, wenn die Angemessenheitsgrenzen greifen.
Häufig gestellte Fragen zum Bürgergeld-Vergleichsrechner
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Quellen & Referenzen
- •Bürgergeld - Grundsicherung für Arbeitsuchende — Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Offizielle Informationen zum Bürgergeld und geplanten Änderungen
- •Sozialgesetzbuch II (SGB II) — Bundesministerium der Justiz
Gesetzestext zur Grundsicherung für Arbeitsuchende
- •Regelsatzberechnung — Statistisches Bundesamt
Grundlagen der Regelsatzberechnung auf Basis der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe
Unsere Berechnungen basieren auf offiziellen Quellen und wissenschaftlichen Standards.