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Haushalt & Energie
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Energetische Sanierung - Der komplette Guide 2026

Alles ueber energetische Sanierung: GEG-Pflichten, BAFA/KfW-Foerderung bis 70%, Waermepumpe, Solar, Daemmung. Kosten berechnen und Foerderung sichern.

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Heizkosten senken
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Die energetische Sanierung ist eine der besten Investitionen in Ihre Immobilie: weniger Heizkosten, mehr Komfort, hoeherer Immobilienwert und staatliche Foerderung von bis zu 70%. Dieser Guide zeigt Ihnen alle Moeglichkeiten.

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Energetische Sanierung - Warum sich der Umbau jetzt lohnt

Rund 35% des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland entfallen auf Gebaeude. Etwa 70% der Wohngebaeude wurden vor 1979 errichtet und entsprechen nicht mehr heutigen energetischen Standards. Die Folge: hohe Heizkosten, schlechte CO2-Bilanz und sinkende Immobilienwerte. Die energetische Sanierung ist daher nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch eine wirtschaftlich sinnvolle Investition in die Zukunft Ihrer Immobilie.

Die Bundesregierung hat mit dem Gebaeudeenergiegesetz (GEG 2024) klare Weichen gestellt: Ab 2024 muessen neue Heizungen in Neubaugebieten mit mindestens 65% erneuerbaren Energien betrieben werden. Fuer Bestandsgebaeude gelten je nach Kommune Uebergangsfristen bis 2026 bzw. 2028. Gleichzeitig hat der Bund die Foerderprogramme massiv aufgestockt: BAFA-Zuschuesse von bis zu 70% fuer den Heizungstausch und guenstige KfW-Kredite machen die Sanierung so attraktiv wie nie.

Dieser Guide erklaert Ihnen alle wichtigen Aspekte der energetischen Sanierung: gesetzliche Pflichten, Foerdermoeglichkeiten, Kosten und Einsparpotenziale. Nutzen Sie unsere Rechner, um Ihre individuelle Situation zu kalkulieren.

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GEG 2024: Gesetzliche Pflichten und Fristen

Heizungstausch-Pflicht: Das Gebaeudeenergiegesetz (GEG) in der Fassung vom Januar 2024 schreibt vor, dass neu eingebaute Heizungen ab bestimmten Stichtagen mit mindestens 65% erneuerbaren Energien betrieben werden muessen. In Kommunen ueber 100.000 Einwohner gilt dies ab dem 30. Juni 2026, in kleineren Kommunen ab dem 30. Juni 2028 - sofern die kommunale Waermeplanung vorliegt. Bestehende funktionierende Heizungen duerfen weiterbetrieben werden, aber Oel- und Gasheizungen, die aelter als 30 Jahre sind, muessen unter bestimmten Bedingungen ausgetauscht werden.

Daemmpflichten bei Sanierung: Wer ohnehin saniert, muss bestimmte energetische Mindeststandards einhalten. Wird mehr als 10% einer Bauteilflaeche erneuert (z.B. Fassade, Dach, Fenster), muessen die neuen Bauteile die Anforderungen des GEG erfuellen. Oberste Geschossdecken ueber beheizten Raeumen muessen gedaemmt sein (U-Wert maximal 0,24 W/m2K). Bei Eigentuemerwechsel besteht eine Nachruestpflicht innerhalb von zwei Jahren.

Energieausweis-Pflicht: Bei Verkauf, Vermietung oder Verpachtung ist ein gueltiger Energieausweis (10 Jahre gueltig) Pflicht. Seit 2024 muss der Energieausweis auch die CO2-Emissionen des Gebaeudes ausweisen. Verstoesse koennen mit Bussgeldern bis zu 10.000 Euro geahndet werden. Es gibt zwei Varianten: den guenstigeren Verbrauchsausweis (ab 50-100 Euro) und den aussagekraeftigeren Bedarfsausweis (ab 300-500 Euro, fuer Gebaeude mit weniger als 5 Wohneinheiten und Baujahr vor 1977 Pflicht).

Kommunale Waermeplanung: Bis Ende 2028 muessen alle Kommunen einen Waermeplan erstellen, der aufzeigt, wo kuenftig Fernwaerme, Waermenetze oder dezentrale Loesungen zum Einsatz kommen sollen. Dieser Plan gibt Hausbesitzern Planungssicherheit fuer die Wahl des Heizsystems. Pruefen Sie bei Ihrer Kommune den aktuellen Stand der Waermeplanung, bevor Sie eine neue Heizung einbauen.

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Foerderung: BAFA-Zuschuesse und KfW-Kredite 2026

BAFA-Foerderung fuer Einzelmassnahmen (BEG EM): Das Bundesamt fuer Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle foerdert energetische Einzelmassnahmen mit Zuschuessen: Heizungstausch auf erneuerbare Energien mit 30% Grundfoerderung plus 20% Klimageschwindigkeitsbonus (bei Austausch einer fossil betriebenen Heizung bis 2028) plus 30% Einkommensbonus (bei Haushaltseinkommen unter 40.000 Euro/Jahr). Maximal sind 70% Foerderung moeglich, gedeckelt auf foerderfaehige Kosten von 30.000 Euro fuer die erste Wohneinheit. Das bedeutet bis zu 21.000 Euro Zuschuss fuer den Heizungstausch.

KfW-Foerderung fuer Komplettsanierungen (BEG WG): Fuer umfassende Sanierungen zum KfW-Effizienzhaus bietet die KfW guenstige Kredite mit Tilgungszuschuss: KfW-Effizienzhaus 85 erhaelt 5% Tilgungszuschuss, Effizienzhaus 70 erhaelt 10%, Effizienzhaus 55 erhaelt 15% und Effizienzhaus 40 erhaelt 20%. Der maximale Kreditbetrag betraegt 120.000 Euro pro Wohneinheit (150.000 Euro mit Erneuerbare-Energien-Klasse). Zusaetzlich gibt es einen Zuschuss fuer die Baubegleitung durch einen Energieberater (50% der Kosten, max. 4.000 Euro).

Foerderung fuer Daemmung und Fenster (BAFA): Daemmmassnahmen an Fassade, Dach, Kellerdecke und der Austausch von Fenstern werden mit 15% Grundfoerderung plus 5% iSFP-Bonus (bei Vorliegen eines individuellen Sanierungsfahrplans) gefoerdert. Foerderfaehige Kosten: 30.000 Euro pro Wohneinheit (60.000 Euro mit iSFP). Ein Sanierungsfahrplan kostet ca. 800-2.000 Euro (wird selbst mit 80% gefoerdert) und erhoeht die Foerderung erheblich.

Steuerliche Foerderung (§35c EStG): Alternativ zur BAFA/KfW-Foerderung koennen Eigentuemer energetische Sanierungskosten ueber drei Jahre steuerlich absetzen: Im Jahr der Sanierung und dem Folgejahr je 7% (max. 14.000 Euro), im dritten Jahr 6% (max. 12.000 Euro). Maximal 40.000 Euro Steuerersparnis pro Objekt. Wichtig: BAFA/KfW und steuerliche Foerderung koennen nicht kombiniert werden - berechnen Sie, welche Variante fuer Sie guenstiger ist.

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Waermepumpe: Kosten, Arten und Wirtschaftlichkeit

Waermepumpen-Arten im Vergleich: Die Luft-Wasser-Waermepumpe ist mit Abstand die beliebteste Variante (ca. 85% Marktanteil): Investitionskosten 15.000-25.000 Euro, einfache Installation, geeignet fuer Bestandsgebaeude. Die Sole-Wasser-Waermepumpe (Erdwaerme) ist effizienter, aber teurer: 20.000-35.000 Euro plus Erdbohrung (5.000-12.000 Euro). Die Wasser-Wasser-Waermepumpe (Grundwasser) bietet die hoechste Effizienz, erfordert aber Genehmigungen und geeignete Grundwasserverhaeltnisse.

Wirtschaftlichkeitsberechnung: Eine Waermepumpe mit einer Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,5 erzeugt aus 1 kWh Strom 3,5 kWh Waerme. Bei einem Strompreis von 30 Cent/kWh und einem Jahreswaermebedarf von 20.000 kWh betragen die jaehrlichen Heizkosten ca. 1.714 Euro. Zum Vergleich: Eine Gasheizung mit gleichem Waermebedarf kostet bei 12 Cent/kWh Gas ca. 2.400 Euro plus CO2-Abgabe. Mit Photovoltaik sinken die Waermepumpen-Kosten weiter: Eigenverbrauch vom Dach kostet effektiv nur 8-12 Cent/kWh.

Voraussetzungen im Altbau: Entgegen weitverbreiteter Meinung funktionieren Waermepumpen auch im Altbau. Ideal sind Flaechenheizungen (Fussbodenheizung), aber auch groß dimensionierte Heizkoerper mit niedrigen Vorlauftemperaturen (unter 55°C) sind geeignet. Wichtig: Eine gute Daemmung senkt den Waermebedarf und verbessert die Effizienz der Waermepumpe. Lassen Sie vor der Installation einen Heizlastberechnung durchfuehren.

Foerderung konkret: Bei Tausch einer alten Oel- oder Gasheizung gegen eine Waermepumpe erhalten Sie: 30% Grundfoerderung + 20% Klimageschwindigkeitsbonus (bis 2028) = 50% Zuschuss. Bei einer Investition von 25.000 Euro sind das 12.500 Euro Foerderung, sodass die Netto-Investition nur 12.500 Euro betraegt. Kommt der Einkommensbonus hinzu (Haushaltseinkommen unter 40.000 Euro), sind bis zu 70% = 17.500 Euro Foerderung moeglich.

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Daemmung: Fassade, Dach und Kellerdecke

Fassadendaemmung (WDVS): Die Fassadendaemmung bietet das groesste Einsparpotenzial: 20-30% weniger Heizenergie. Ein Waermedaemmverbundsystem (WDVS) mit 16-20 cm Daemmstaerke kostet ca. 150-250 Euro pro Quadratmeter inkl. Montage. Fuer ein Einfamilienhaus mit 150 qm Fassadenflaeche fallen somit 22.500-37.500 Euro an. Abzueglich 20% BAFA-Foerderung (mit iSFP) verbleiben 18.000-30.000 Euro. Die Amortisationszeit betraegt bei aktuellen Energiepreisen 10-15 Jahre.

Dachdaemmung: Ueber ein ungedaemmtes Dach gehen bis zu 30% der Heizenergie verloren. Optionen sind die Aufsparrendaemmung (beste Leistung, aber teuer: 150-250 Euro/qm), Zwischensparrendaemmung (gutes Preis-Leistungs-Verhaeltnis: 50-80 Euro/qm) und die Untersparrendaemmung (einfach, aber weniger effektiv: 30-50 Euro/qm). Alternativ reicht oft die Daemmung der obersten Geschossdecke (GEG-Pflicht): nur 30-60 Euro/qm und in ein bis zwei Tagen erledigt.

Kellerdeckendaemmung: Die Daemmung der Kellerdecke von unten ist eine der kostenguenstigsten Massnahmen: 25-50 Euro pro Quadratmeter, oft in Eigenleistung moeglich. Die Energieeinsparung betraegt 5-10% der Heizkosten. Besonders bei unbeheizten Kellern macht diese Massnahme den Fussboden im Erdgeschoss deutlich waermer und komfortabler. Materialen wie EPS-, XPS- oder Mineralwolle-Daemmplatten werden einfach an die Kellerdecke geklebt oder geduebelt.

Fenstertausch: Alte Einfachverglasungen (U-Wert 5,0 W/m2K) durch moderne Dreifachverglasung (U-Wert 0,6-0,8 W/m2K) zu ersetzen, spart 10-20% Heizenergie. Kosten: 500-800 Euro pro Quadratmeter Fensterflaeche. Fuer ein Einfamilienhaus mit 25 qm Fensterflaeche fallen 12.500-20.000 Euro an. Wichtig: Fenster nie ohne gleichzeitige Wanddaemmung tauschen, da sonst Schimmelgefahr an den nun kaeltesten Stellen (ungedaemmte Wand) besteht.

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Photovoltaik und Solarthermie

Photovoltaik (PV) auf dem Dach: Eine PV-Anlage mit 10 kWp Leistung kostet 2026 ca. 12.000-18.000 Euro (inkl. Montage) und erzeugt in Deutschland ca. 9.000-11.000 kWh Strom pro Jahr. Bei einem Eigenverbrauchsanteil von 30% (ohne Speicher) oder 60-70% (mit Speicher) amortisiert sich die Anlage in 8-12 Jahren. Seit 2023 entfaellt auf PV-Anlagen bis 30 kWp die Mehrwertsteuer (0% MwSt). Die Einspeiseverguetung betraegt 2026 ca. 7-8 Cent/kWh und sinkt weiter, weshalb Eigenverbrauch im Fokus stehen sollte.

Batteriespeicher: Ein Heimspeicher mit 10 kWh Kapazitaet kostet ca. 6.000-10.000 Euro und erhoeht den Eigenverbrauchsanteil auf 60-70%. Damit wird mehr guenstiger Solarstrom selbst genutzt statt fuer wenig Geld eingespeist. Foerderung fuer Speicher gibt es in einigen Bundeslaendern und Kommunen (unterschiedlich, pruefen Sie lokale Programme). Die Wirtschaftlichkeit haengt stark vom Strompreis und den Anschaffungskosten ab.

Solarthermie fuer Warmwasser und Heizung: Solarthermie-Anlagen nutzen die Sonnenwaerme direkt: Eine Anlage fuer Warmwasserbereitung (ca. 5 qm Kollektor) kostet 3.000-5.000 Euro und deckt 50-60% des jaehrlichen Warmwasserbedarfs. Eine groessere Anlage fuer Warmwasser und Heizungsunterstuetzung (10-15 qm) kostet 8.000-12.000 Euro und kann 20-30% der Heizkosten einsparen. Solarthermie wird ueber die BAFA mit 25% gefoerdert.

Kombination PV + Waermepumpe: Die optimale Kombination: Die PV-Anlage liefert guenstigen Strom fuer die Waermepumpe. An sonnigen Tagen kann die Waermepumpe ueberschuessigen Solarstrom nutzen, um einen Warmwasserpuffer aufzuheizen. So sinken die Stromkosten fuer die Waermepumpe um 20-40%. Mit Batteriespeicher laesst sich die Eigenversorgungsquote weiter erhoehen. Diese Kombination ist aktuell die wirtschaftlichste Loesung fuer die Energiewende im Eigenheim.

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Sanierungsfahrplan erstellen und umsetzen

Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP): Ein Energieberater erstellt fuer Ihr Gebaeude einen massgeschneiderten Sanierungsfahrplan mit priorisierten Massnahmen, Kosten und Einsparpotenzial. Der iSFP kostet ca. 800-2.000 Euro fuer ein Einfamilienhaus, wird aber mit 80% (max. 1.300 Euro) gefoerdert. Ihr Eigenanteil betraegt somit nur 160-400 Euro. Der grosse Vorteil: Mit iSFP erhalten Sie 5% mehr Foerderung auf alle Einzelmassnahmen und hoehere foerderfaehige Kosten (60.000 statt 30.000 Euro pro Wohneinheit).

Sinnvolle Reihenfolge der Massnahmen: Experten empfehlen folgende Reihenfolge: 1. Daemmung (Dach/oberste Geschossdecke zuerst, dann Fassade, dann Kellerdecke), 2. Fenstertausch (erst nach oder gleichzeitig mit Fassadendaemmung), 3. Heizungstausch (erst nach Daemmung, da dann ein kleineres Heizsystem genuegt), 4. PV-Anlage und Speicher. Diese Reihenfolge maximiert die Effizienz und vermeidet ueberdimensionierte Heizsysteme.

Kosten einer Komplettsanierung: Eine umfassende energetische Sanierung zum KfW-Effizienzhaus 70 kostet fuer ein typisches Einfamilienhaus (Baujahr 1970, 150 qm) ca. 80.000-120.000 Euro. Davon uebernimmt die Foerderung (KfW-Kredit mit Tilgungszuschuss) ca. 12.000-30.000 Euro. Die jaehrliche Energieeinsparung betraegt ca. 2.000-4.000 Euro. Die Amortisation liegt bei 15-25 Jahren - die Wertsteigerung der Immobilie kommt noch hinzu.

Handwerker finden: Der Fachkraeftemangel im Handwerk fuehrt zu langen Wartezeiten (oft 3-6 Monate). Holen Sie fruehzeitig Angebote ein (mindestens 3 Vergleichsangebote) und beauftragen Sie nur Fachbetriebe mit Qualifikation nach § 6 der Bundesfoerderung fuer effiziente Gebaeude (BEG). Ein Energieberater kann bei der Handwerkersuche und Angebotspruefung helfen und ueberwacht die fachgerechte Ausfuehrung.

Waermepumpe vs. Gasheizung vs. Pelletheizung

Welches Heizsystem ist 2026 die beste Wahl fuer Ihr Gebaeude?

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Waermepumpe

Vorteile

  • Hoechste Foerderung (bis 70% Zuschuss)
  • Niedrigste Betriebskosten bei guter Daemmung
  • Keine CO2-Abgabe, keine fossilen Brennstoffe
  • Im Sommer auch als Kuehlung nutzbar
  • Kombination mit PV-Anlage ideal
  • GEG-konform: erfuellt 65%-Erneuerbare-Pflicht

Nachteile

  • Hohe Investitionskosten (15.000-35.000 Euro)
  • Effizienz abhaengig von Vorlauftemperatur und Daemmung
  • Aussengeraet kann Laermemissionen verursachen
  • Strompreis-Risiko bei steigenden Stromkosten
  • Altbau: evtl. Heizflaechen-Anpassung noetig

🎯Ideal für

Gut gedaemmte Gebaeude mit Flaechenheizungen, Neubauten und Altbauten nach Sanierung

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Gasheizung (Hybrid)

Vorteile

  • Niedrigere Investitionskosten (8.000-15.000 Euro)
  • Bewaehrte Technik, einfache Wartung
  • Als Hybridloesung mit Waermepumpe GEG-konform
  • Funktioniert auch bei hohen Vorlauftemperaturen
  • Grosse Auswahl an Fachbetrieben

Nachteile

  • Reine Gasheizung im Neubau nicht mehr zulaessig
  • Steigende CO2-Abgabe erhoeht Betriebskosten jaehrlich
  • Abhaengigkeit von fossilen Brennstoffen und Gaspreisen
  • Geringere Foerderung als Waermepumpe
  • Langfristig Auslaufmodell: Ende fossiler Heizungen absehbar

🎯Ideal für

Altbauten mit hohem Waermebedarf als Uebergangsloesung oder Hybrid-Kombination mit Waermepumpe

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Pelletheizung

Vorteile

  • CO2-neutral: Holz ist nachwachsender Rohstoff
  • GEG-konform: erfuellt 65%-Erneuerbare-Pflicht
  • Unabhaengig von Strom- und Gaspreisen
  • Hohe Vorlauftemperaturen moeglich (ideal fuer Altbau)
  • Bewaehrte Technik mit hoher Zuverlaessigkeit

Nachteile

  • Hohe Investitionskosten (20.000-30.000 Euro)
  • Grosser Lagerraum fuer Pellets erforderlich
  • Hoehere Wartungskosten (Ascheentsorgung, Reinigung)
  • Pelletpreise koennen schwanken
  • Feinstaubemissionen (Filter erforderlich)
  • Lieferlogistik: regelmaessige Pellet-Bestellung noetig

🎯Ideal für

Laendliche Gebiete ohne Fernwaerme, Altbauten mit hohen Vorlauftemperaturen und ausreichend Lagerraum

Häufig gestellte Fragen

Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick

Nicht sofort, aber unter bestimmten Bedingungen: Oel- und Gasheizungen, die aelter als 30 Jahre sind, muessen gemaess GEG ausgetauscht werden (Ausnahmen fuer Niedertemperatur- und Brennwertkessel). Geht eine Heizung kaputt, muss der Ersatz in Kommunen ueber 100.000 Einwohner ab 30.06.2026 die 65%-Erneuerbare-Pflicht erfuellen. In kleineren Kommunen gilt die Frist ab 30.06.2028. Bestehende funktionierende Heizungen duerfen weiterbetrieben werden.

Die BAFA-Foerderung fuer den Heizungstausch auf eine Waermepumpe betraegt: 30% Grundfoerderung + 20% Klimageschwindigkeitsbonus (bei Austausch fossiler Heizung bis 2028) + 30% Einkommensbonus (Haushaltseinkommen unter 40.000 Euro). Maximal 70% der foerderfaehigen Kosten (max. 30.000 Euro fuer erste Wohneinheit). Bei einer Waermepumpe fuer 25.000 Euro sind das bis zu 17.500 Euro Zuschuss.

Eine umfassende Sanierung zum KfW-Effizienzhaus 70 kostet fuer ein typisches Einfamilienhaus (150 qm, Baujahr 1970er) ca. 80.000-120.000 Euro. Davon uebernimmt die Foerderung ca. 12.000-30.000 Euro. Einzelne Massnahmen: Fassadendaemmung 22.500-37.500 Euro, Dachdaemmung 7.500-22.500 Euro, Fenstertausch 12.500-20.000 Euro, Heizungstausch 15.000-35.000 Euro. Eine Schritt-fuer-Schritt-Sanierung ueber mehrere Jahre kann die Investition entzerren.

Ja, PV-Anlagen sind 2026 wirtschaftlicher denn je: Die Modulpreise sind in den letzten Jahren stark gefallen, seit 2023 gilt 0% Mehrwertsteuer auf Anlagen bis 30 kWp, und der Eigenverbrauch spart 30+ Cent/kWh Stromkosten. Eine 10-kWp-Anlage kostet ca. 12.000-18.000 Euro und amortisiert sich in 8-12 Jahren. Mit Batteriespeicher und Waermepumpe steigt die Wirtschaftlichkeit weiter.

Der iSFP bringt mehrere Vorteile: 5% mehr Foerderung auf alle Einzelmassnahmen, hoehere foerderfaehige Kosten (60.000 statt 30.000 Euro), priorisierte Massnahmenplanung und Kostenschaetzungen vom Energieberater. Der iSFP selbst wird mit 80% gefoerdert (max. 1.300 Euro), Ihr Eigenanteil betraegt nur 160-400 Euro. Bei einer Fassadendaemmung fuer 30.000 Euro bringt der iSFP-Bonus von 5% bereits 1.500 Euro mehr Foerderung.

Ja, Waermepumpen funktionieren auch im Altbau - entgegen verbreiteter Mythen. Wichtig ist eine moeglichst niedrige Vorlauftemperatur (idealerweise unter 55°C). Massnahmen: groessere Heizkoerper einbauen, Fussbodenheizung nachrüsten (zumindest in Hauptraeumen), Gebaeude daemmen. Moderne Hochtemperatur-Waermepumpen schaffen auch 65-70°C Vorlauf, sind dann aber weniger effizient. Lassen Sie eine Heizlastberechnung durch einen Fachbetrieb durchfuehren.

Nein, fuer dieselbe Massnahme ist entweder die BAFA/KfW-Foerderung ODER die steuerliche Absetzung nach §35c EStG moeglich, nicht beides. Die steuerliche Foerderung ist attraktiv fuer Besserverdiener ohne Anspruch auf Einkommensbonus: 20% der Sanierungskosten verteilt auf drei Jahre absetzbar (max. 40.000 Euro pro Objekt). Berechnen Sie beide Varianten und waehlen Sie die guenstigere.

Das beste Preis-Leistungs-Verhaeltnis bieten: 1. Kellerdeckendaemmung (25-50 Euro/qm, 5-10% Einsparung, oft in Eigenleistung), 2. Daemmung der obersten Geschossdecke (30-60 Euro/qm, bis 15% Einsparung), 3. Fassadendaemmung (150-250 Euro/qm, 20-30% Einsparung, aber teuer). Die Reihenfolge Dach/Decke vor Fassade vor Fenster ist optimal. Immer mindestens 3 Angebote einholen.

Geht Ihre Heizung irreparabel kaputt, muss der Ersatz ab dem jeweiligen Stichtag (30.06.2026 in Grosststaedten, 30.06.2028 in kleineren Kommunen) die 65%-Erneuerbare-Pflicht erfuellen. Es gibt eine Uebergangsfrist von 5 Jahren, in der uebergangsweise eine gebrauchte fossile Heizung oder eine Mietloesung eingesetzt werden darf. Planen Sie daher rechtzeitig und lassen Sie sich beraten, bevor der Notfall eintritt.

Foerderfaehige Massnahmen muessen von qualifizierten Fachunternehmen ausgefuehrt werden, die in der Expertenliste fuer Bundesfoerderung (energie-effizienz-experten.de) registriert sind. Fuer den BAFA-Antrag ist zudem ein Energieberater (dena-zertifiziert) erforderlich, der die Massnahme plant und die Umsetzung ueberprueft. Die Energieberatung wird mit 80% gefoerdert. Eigenleistung ist bei gefoerderten Massnahmen nur begrenzt moeglich.

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