Zum Inhalt springen
Zuletzt aktualisiert: 11. Oktober 2026

BAföG-Rechner 2026 - Berechnen Sie Ihren BAföG-Anspruch

Ermitteln Sie kostenlos und einfach Ihren BAföG-Anspruch für 2026. Unser Rechner berücksichtigt Elterneinkommen, eigene Einkünfte, Wohnsituation und zeigt Ihnen die voraussichtliche Förderungshöhe sowie Rückzahlungssumme.

BAföG-Rechner

🎓
BAföG-Höchstsatz:671,00 €
Ihr BAföG/Monat:671,00 €
BAföG/Jahr:8.052,00 €
Geschätzte Rückzahlung (max.):10.010,00 €
BAföG 2026: Höchstsatz 992,00 € (eigene Wohnung) bzw. 671,00 € (bei den Eltern), jeweils inkl. Kranken- und Pflegeversicherungszuschlag. Elternfreibetrag 2.540,00 € (verheiratete Eltern) plus 770,00 € je Geschwisterkind ohne eigene Förderung; ein Minijob bis 603,00 € bleibt anrechnungsfrei. 50% Zuschuss, 50% zinsfreies Darlehen. Max. Rückzahlung: 10.010,00 €. Vereinfachte Berechnung - für genauen Anspruch BAföG-Amt konsultieren.

Quellen & Referenzen

Unsere Berechnungen basieren auf offiziellen Quellen und wissenschaftlichen Standards.

⚠️ Rechtlicher Hinweis: Dieser Rechner dient nur der Orientierung und ersetzt keine professionelle Steuer-, Rechts- oder Finanzberatung. Alle Berechnungen sind unverbindliche Schätzungen. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich an einen Steuerberater, Rechtsanwalt oder die zuständige Behörde.

BAföG 2026 Schnellübersicht

  • Höchstsatz: €992 (eigene Wohnung)
  • Bei Eltern: €671 pro Monat
  • Freibetrag: Minijob bis €603/Monat
  • Rückzahlung: Nur 50%, max. €10.010
  • Zinsen: 0% - komplett zinsfrei

Was ist BAföG? Die Studienfinanzierung einfach erklärt

BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz) ist die staatliche Studienfinanzierung in Deutschland. Sie unterstützt Studierende und Schüler finanziell, deren Eltern die Ausbildung nicht vollständig finanzieren können. Das Besondere: 50% der Förderung sind ein Zuschuss (geschenkt), 50% ein zinsloses Darlehen, das Sie später zurückzahlen müssen – jedoch maximal €10.010, egal wie viel Sie insgesamt erhalten haben.

Mit dem BAföG-Rechner 2026 können Sie schnell und unkompliziert ermitteln, ob und in welcher Höhe Sie Anspruch auf BAföG haben. Die Berechnung berücksichtigt alle relevanten Faktoren: Elterneinkommen, Ihre eigenen Einkünfte, Wohnsituation und Geschwister in Ausbildung.

🎓 BAföG-Grundsätze 2026

Die wichtigsten Eckpunkte der staatlichen Ausbildungsförderung:

  • Förderungshöhe: Abhängig vom Bedarf und familiären Einkommen
  • Förderungsdauer: Bis zum Ende der Regelstudienzeit
  • Rückzahlung: Beginnt 5 Jahre nach Studienende, zinsfrei
  • Zuschussanteil: 50% müssen nicht zurückgezahlt werden

BAföG-Höchstsatz 2026: So viel ist möglich

Der BAföG-Höchstsatz 2026 gilt unverändert seit dem Wintersemester 2024/25 und beträgt:

WohnsituationMonatlicher HöchstsatzZusammensetzung
Eigene Wohnung€992€475 Grundbedarf + €380 Wohnpauschale + €137 KV/PV
Bei den Eltern€671€475 Grundbedarf + €59 Wohnkostenzuschlag + €137 KV/PV
Auslandsstudium (EU)€1.437Inkl. Auslandszuschlag je nach Land + bis zu €4.600/Jahr Studiengebühren

Der tatsächliche BAföG-Satz hängt vom Elterneinkommen und Ihren eigenen Einkünften ab. Je höher das Familieneinkommen, desto geringer die Förderung. Unser Rechner zeigt Ihnen den individuellen Betrag.

Beispiel BAföG-Berechnung 2026:

Student in eigener Wohnung, anrechenbares Elterneinkommen (verheiratete Eltern) 3.500 € im Monat, keine Geschwister

BAföG-Höchstsatz: 992 €

Freibetrag Eltern: 2.540 €

Übersteigendes Einkommen: 3.500 € - 2.540 € = 960 €

Davon bleiben 50% anrechnungsfrei, angerechnet werden 960 € × 50% = 480 €/Monat

BAföG-Anspruch: 992 € - 480 € = 512 €/Monat

Elterneinkommen und BAföG: So wird angerechnet

Die Anrechnung des Elterneinkommens ist der wichtigste Faktor bei der BAföG-Berechnung. Das Bundesverwaltungsamt nutzt das Einkommen vom vorletzten Kalenderjahr (2026 → Einkommen 2024).

Freibeträge für Elterneinkommen

BAföG-Freibeträge 2026 (§ 25 BAföG):

  • Verheiratete/verpartnerte Eltern: 2.540 € monatlich
  • Jeder Elternteil in sonstigen Fällen (z. B. getrennt, alleinstehend): 1.690 € monatlich
  • Ehe-/Lebenspartner eines Elternteils (nicht Elternteil): +850 €
  • Pro weiterem Kind, das nicht selbst förderungsfähig in Ausbildung ist: +770 €
  • Vom übersteigenden Einkommen: 50% anrechnungsfrei, plus 5% je Kind mit Freibetrag

Berechnungsformel: Von jedem Euro, den die Eltern über dem Freibetrag verdienen, werden etwa 50% auf Ihr BAföG angerechnet. Die genaue Berechnung erfolgt nach komplizierten Progressionsstufen, unser Rechner vereinfacht dies auf 50%.

⚠️ Wichtig: Aktualisierungsantrag

Wenn das Elterneinkommen aktuell deutlich niedriger ist als vor zwei Jahren (z.B. durch Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, Rente), können Sie einen Aktualisierungsantrag stellen.

Dann wird das voraussichtliche aktuelle Einkommen für die BAföG-Berechnung herangezogen, was zu einem höheren Förderungsbetrag führen kann.

Eigenes Einkommen beim BAföG

Als BAföG-Empfänger dürfen Sie 2026 bis zu €7.236 pro Jahr (entspricht einem Minijob mit €603/Monat) anrechnungsfrei verdienen. Der gesetzliche Freibetrag für eigenes Einkommen (§ 23 BAföG) beträgt seit 1. Januar 2026 €389 monatlich nach Abzug der Pauschalen und ist an die Minijob-Grenze gekoppelt.

Anrechnungsfreie Beträge 2026:

Minijob: Bis €603/Monat (€7.236/Jahr) komplett anrechnungsfrei

Werkstudentenjob: Über €603/Monat wird der übersteigende Betrag angerechnet

Waisenrente: Vollständig anrechnungsfrei

Übungsleiterpauschale: €3.000/Jahr anrechnungsfrei

Wichtig: Das BAföG-Amt rechnet mit dem Bruttoeinkommen minus Werbungskosten- und Sozialpauschale. Auf dieses bereinigte Einkommen wird der Freibetrag von €389 angewendet, was einem Bruttoverdienst von €603 entspricht.

Beispiel: Sie verdienen €700 brutto/Monat im Werkstudentenjob. Bis €603 bleibt der Verdienst anrechnungsfrei. Unser Rechner zieht vereinfacht den Betrag darüber ab (€97); das BAföG-Amt rechnet mit Pauschalen genauer, sodass die tatsächliche Anrechnung etwas niedriger ausfallen kann.

BAföG-Rückzahlung 2026: Das müssen Sie wissen

Die BAföG-Rückzahlung ist für viele Studierende ein wichtiges Thema. Die gute Nachricht: Sie zahlen nur 50% der erhaltenen Förderung zurück und das komplett zinsfrei!

Rückzahlungs-Eckdaten

AspektDetails 2026
Rückzahlungsbeginn5 Jahre nach Ende der Förderungshöchstdauer
Rückzahlungsbetrag50% der erhaltenen Förderung, maximal €10.010
RatenmodellVierteljährlich €390 (€130/Monat), Mindestrate
Zinsen0% - Komplett zinsfrei
Nachlass bei vorzeitiger RückzahlungBis zu 28,5% Rabatt möglich (gestaffelt nach Betrag)
Freistellung bei geringem EinkommenMöglich bei Einkommen unter €1.605 netto/Monat (Alleinstehende)

Rückzahlungs-Beispiel:

Sie haben 6 Semester (3 Jahre) monatlich €600 BAföG erhalten

Erhaltene Gesamtsumme: €600 × 36 Monate = €21.600

Darlehensanteil (50%): €10.800

Tatsächliche Rückzahlung: €10.010 (Obergrenze greift)

Bei Mindestraten von €130/Monat: 77 Monate = 6,4 Jahre Rückzahlungsdauer

Ersparnis durch Deckelung: €790

Nachlass bei vorzeitiger Tilgung

Wer seine BAföG-Schuld vorzeitig auf einen Schlag zurückzahlt, erhält einen Nachlass:

Nachlass-Staffelung 2024:

  • Bei Schuld über €15.000: 28,5% Nachlass (maximal €4.275)
  • Bei Schuld €13.000-€15.000: 23% Nachlass
  • Bei Schuld €11.000-€13.000: 18,5% Nachlass
  • Bei Schuld €9.000-€11.000: 13,5% Nachlass
  • Bei Schuld €7.000-€9.000: 9% Nachlass
  • Bei Schuld €5.000-€7.000: 5% Nachlass

Der Nachlass bezieht sich auf die ursprüngliche Darlehenssumme, nicht auf den bereits getilgten Betrag.

BAföG-Antrag stellen: Schritt für Schritt

Der BAföG-Antrag kann online über BAföG Digital oder in Papierform beim zuständigen Studierendenwerk gestellt werden. Die Online-Variante ist deutlich einfacher, da viele Daten automatisch übernommen werden.

📝 BAföG-Antrag in 7 Schritten

1. Rechtzeitig planen

Stellen Sie den Antrag 2-3 Monate vor Studienbeginn. BAföG wird frühestens ab Antragsmonat gezahlt, nicht rückwirkend!

2. Online-Antrag über BAföG Digital

Nutzen Sie www.bafoeg-digital.de für den einfachsten Weg. Viele Daten werden automatisch aus dem Steuer-Elster-System übernommen.

3. Formblätter ausfüllen

Hauptformular (Formblatt 1), Eltern-Einkommenserklärung (Formblatt 3), bei Bedarf weitere Zusatzformulare.

4. Unterlagen einreichen

Immatrikulationsbescheinigung, Steuerbescheid der Eltern (vorletztes Jahr), Mietvertrag, eigene Kontoauszüge.

5. Bearbeitungszeit abwarten

4-8 Wochen Bearbeitung. Bei Verzögerung: Vorschuss beantragen (bis zu 80% des voraussichtlichen BAföG).

6. Bescheid prüfen

Kontrollieren Sie den BAföG-Bescheid genau. Einspruch ist innerhalb eines Monats möglich.

7. Weiterförderungsantrag (jährlich)

BAföG muss jedes Jahr neu beantragt werden! Frist: 2 Monate vor Ende des Bewilligungszeitraums.

Erforderliche Dokumente

Von Ihnen:

  • • Personalausweis/Reisepass
  • • Immatrikulationsbescheinigung
  • • Kontoauszüge (letzte 3 Monate)
  • • Mietvertrag oder Wohnbescheinigung
  • • Krankenversicherungsnachweis
  • • Ggf. Einkommensnachweise (eigener Job)
  • • Ggf. Vermögensnachweise

Von den Eltern:

  • • Einkommensteuerbescheid (vorletztes Jahr)
  • • Formblatt 3 ausgefüllt
  • • Ggf. Lohn-/Gehaltsabrechnungen
  • • Nachweis über weitere Kinder
  • • Bei Selbstständigen: Einnahmen-Überschuss-Rechnung
  • • Bei Aktualisierung: Aktuelle Gehaltsnachweise

Elternunabhängiges BAföG: Diese Möglichkeiten gibt es

Elternunabhängiges BAföG wird ohne Anrechnung des Elterneinkommens gezahlt. Sie erhalten den vollen Bedarfssatz, unabhängig davon, wie viel Ihre Eltern verdienen.

Voraussetzungen für elternunabhängiges BAföG

Sie erhalten elternunabhängiges BAföG, wenn:

  1. Altersgrenze: Sie bei Studienbeginn 30+ Jahre alt sind (Master: 35+)
  2. Erwerbstätigkeit nach 18. Lebensjahr:
    • - 5 Jahre Vollzeit-Erwerbstätigkeit (mind. 20 Std./Woche)
    • - ODER 3 Jahre Vollzeit-Erwerbstätigkeit nach abgeschlossener Berufsausbildung
  3. Aufstiegsfortbildung: Nach Meister/Techniker/Fachwirt-Abschluss
  4. Besondere familiäre Gründe:
    • - Eltern unbekannt, verstorben oder Aufenthalt unbekannt
    • - Eltern verweigern Auskünfte trotz Rechtspflicht
    • - Eltern können rechtlich/tatsächlich nicht unterhalten

Beispiel: Elternunabhängiges BAföG nach Berufstätigkeit

Anna (28) hat nach Abitur eine Ausbildung zur Krankenschwester absolviert (3 Jahre)

Danach arbeitete sie 3 Jahre Vollzeit in diesem Beruf

Nun beginnt sie ein Medizinstudium

→ Anspruch auf elternunabhängiges BAföG! Sie erhält den vollen Bedarfssatz von €992/Monat (eigene Wohnung), unabhängig vom Elterneinkommen.

Auslands-BAföG: Studieren im Ausland fördern lassen

Auslands-BAföG fördert Studienaufenthalte und Praktika im Ausland. Die Förderungssätze sind oft höher als beim Inlands-BAföG, da Auslandszuschläge und Studiengebühren übernommen werden.

Auslands-BAföG Leistungen

LeistungBetrag/Details
InlandsbedarfWie Inlands-BAföG (€992 bzw. €671)
AuslandszuschlagJe nach Land unterschiedlich (z.B. USA: €503/Monat)
StudiengebührenBis zu €4.600 pro Studienjahr (nur außerhalb EU/EWR)
ReisekostenInnerhalb EU: einmalig €500, außerhalb: einmalig €1.000
KrankenversicherungZuschlag bei Zusatzkosten im Ausland

Wichtig: Auch wer im Inland kein BAföG bekommt, kann für das Ausland anspruchsberechtigt sein, da die Freibeträge höher sind! Ein gesonderter Antrag beim zuständigen Auslands-BAföG-Amt ist erforderlich.

💡 Tipp: Auslands-BAföG auch ohne Inlands-BAföG

Die höheren Auslandszuschläge können dazu führen, dass Sie im Ausland BAföG-berechtigt sind, auch wenn Sie in Deutschland keinen Anspruch haben.

Beispiel: Studium in den USA mit €503 Auslandszuschlag + €4.600 Studiengebühren/Jahr kann auch bei höherem Elterneinkommen noch Förderung ermöglichen.

Förderungsdauer im Ausland

Maximale Förderungsdauer:

  • Innerhalb der EU/Schweiz: Komplettes Studium möglich
  • Außerhalb der EU: Maximal 1 Jahr (2-3 Semester)
  • Auslandspraktikum: Mindestens 12 Wochen, gefördert werden bis zu 12 Monate

Das Auslandssemester wird auf die Inlands-Förderungshöchstdauer angerechnet.

BAföG und Nebenjob: Was ist erlaubt?

Ein Nebenjob neben dem BAföG ist ausdrücklich erlaubt und wird bis zu einem gewissen Freibetrag nicht angerechnet. Die Grenze liegt 2026 bei €7.236 pro Jahr bzw. €603 pro Monat (Minijob-Grenze).

Freibeträge für studentische Nebenjobs

✓ Anrechnungsfrei:

  • Minijob (520-Euro-Job): Komplett frei
  • Waisenrente/Waisengeld: Wird nicht angerechnet
  • Übungsleiterpauschale: €3.000/Jahr frei
  • Ehrenamtspauschale: €840/Jahr frei
  • Stipendien: Bis €300/Monat frei (z.B. Deutschlandstipendium)
  • Kindergeld: Zählt nicht als eigenes Einkommen

✗ Wird angerechnet:

  • Werkstudentenjob: Über €603/Monat → voll anrechenbar
  • Selbstständigkeit: Gewinn über €603/Monat wird angerechnet
  • Unterhalt von Eltern: Wird angerechnet
  • Kapitalerträge: Zinsen, Dividenden über Freibetrag
  • Große Stipendien: Über €300/Monat werden angerechnet

Rechenbeispiel: Nebenjob und BAföG

BAföG-Satz ohne Anrechnung: €600/Monat

Nebenjob: €800 brutto/Monat

Anrechnungsfrei (Minijob-Grenze 2026): €603

Vereinfachte Anrechnung: €800 - €603 = €197/Monat

Neuer BAföG-Betrag: €600 - €197 = ca. €403/Monat

Trotzdem lohnt sich der Job: Verdienst plus rund €403 BAföG sind deutlich mehr als nur €600 BAföG. Das BAföG-Amt rechnet mit Pauschalen genauer; die tatsächliche Anrechnung kann etwas niedriger sein.

Häufige Fehler beim BAföG-Antrag vermeiden

❌ Fehler 1: Antrag zu spät stellen

BAföG wird frühestens ab dem Monat der Antragstellung gezahlt, nicht rückwirkend!

Lösung: Antrag 2-3 Monate vor Studienbeginn stellen, auch wenn noch nicht alle Unterlagen vorliegen.

❌ Fehler 2: Weiterförderungsantrag vergessen

BAföG muss jedes Jahr neu beantragt werden (Weiterförderungsantrag).

Lösung: 2 Monate vor Ende des Bewilligungszeitraums neuen Antrag stellen. Frist im Kalender eintragen!

❌ Fehler 3: Einkommensänderungen nicht melden

Wenn sich Ihr eigenes Einkommen oder das der Eltern wesentlich ändert, müssen Sie dies dem BAföG-Amt mitteilen.

Lösung: Bei Änderungen sofort Aktualisierungsantrag stellen. Sonst droht Rückforderung überzahlter Beträge!

❌ Fehler 4: Vermögen falsch angeben

Vermögen über €15.000 (bzw. €45.000 ab 30 Jahren) wird angerechnet und mindert das BAföG.

Lösung: Alle Konten, Depots, Bausparverträge ehrlich angeben. Falschangaben können als Betrug gewertet werden!

❌ Fehler 5: Leistungsnachweise nicht erbringen

Nach dem 4. Fachsemester müssen Sie einen Leistungsnachweis vorlegen (mind. 50% der ECTS).

Lösung: Rechtzeitig Bescheinigung beim Prüfungsamt holen. Ohne Nachweis wird BAföG eingestellt!

BAföG-Stand 2026: Das gilt aktuell

Die Bedarfssätze und Elternfreibeträge der 29. BAföG-Novelle (Wintersemester 2024/25) gelten 2026 unverändert weiter. Neu ist 2026 nur der höhere anrechnungsfreie Hinzuverdienst. Eine weitere Reform (30. BAföG-Änderungsgesetz) ist im Gesetzgebungsverfahren; höhere Sätze sind frühestens für 2027 geplant und noch nicht beschlossen.

🆕 Wichtigste Werte 2026:

  • ✓Bedarfssätze: Höchstsatz 992 € (eigene Wohnung) seit Wintersemester 2024/25, zuvor 934 €
  • ✓Elternfreibeträge: 2.540 € für verheiratete Eltern (zuvor 2.415 €), 1.690 € je Elternteil in sonstigen Fällen
  • ✓Hinzuverdienst Studierende: An die Minijob-Grenze gekoppelt, 2026 also 603 €/Monat (7.236 €/Jahr); gesetzlicher Freibetrag 389 €
  • ✓Studienstarthilfe: Einmalig €1.000 für Studierende aus einkommensschwachen Familien
  • ✓Flexibilisierung Nebenjob: Mehr Spielraum bei schwankenden Einkommen
  • ✓Digitalisierung: BAföG Digital wird weiter ausgebaut

Hinweis: Unser BAföG-Rechner verwendet die aktuellen Werte 2026. Für präzise Berechnungen mit allen individuellen Faktoren wenden Sie sich an das zuständige Studierendenwerk.

BAföG-Rechner: So nutzen Sie ihn richtig

Unser BAföG-Rechner gibt Ihnen eine erste Einschätzung Ihres BAföG-Anspruchs. Für die Berechnung benötigen Sie:

Eingabewerte für den BAföG-Rechner:

  1. Wohnsituation: Bei den Eltern oder eigene Wohnung?
  2. Elterneinkommen: Netto-Monatseinkommen beider Elternteile zusammen
  3. Eigenes Einkommen: Ihr monatliches Bruttoeinkommen aus Nebenjobs
  4. Geschwister: Anzahl der Geschwister, die sich noch in Ausbildung befinden

Der Rechner zeigt Ihnen sofort:

  • • Monatlichen BAföG-Betrag: Ihre voraussichtliche Förderungshöhe
  • • Jährlichen BAföG-Betrag: Gesamtförderung pro Jahr
  • • Geschätzte Rückzahlung: Wie viel Sie später maximal zurückzahlen müssen
  • • Zuschuss- und Darlehensanteil: Aufschlüsselung der 50/50-Regelung

⚠️ Wichtiger Hinweis zur Berechnung

Unser BAföG-Rechner liefert eine vereinfachte Schätzung. Die tatsächliche BAföG-Höhe kann abweichen, da viele weitere Faktoren eine Rolle spielen:

  • • Vermögen über €15.000
  • • Kinderfreibeträge bei eigenen Kindern
  • • Kranken- und Pflegeversicherungszuschläge
  • • Besondere Härtefälle und Zuschläge
  • • Elternunabhängiges BAföG-Kriterien

Für die verbindliche Berechnung stellen Sie bitte einen offiziellen BAföG-Antrag beim Studierendenwerk.

Zusammenfassung: BAföG beantragen und berechnen

Die wichtigsten BAföG-Punkte auf einen Blick:

  • ✓Höchstsatz 2026: €992/Monat (eigene Wohnung), €671 (bei Eltern)
  • ✓50/50-Regel: Hälfte Zuschuss (geschenkt), Hälfte zinsloses Darlehen
  • ✓Rückzahlung: Maximal €10.010, beginnt 5 Jahre nach Studienende
  • ✓Nebenjob: Bis €603/Monat anrechnungsfrei verdienen
  • ✓Elterneinkommen: Ab ca. €50.000/Jahr Brutto sinkt der BAföG-Anspruch
  • ✓Antrag: Online über BAföG Digital, 2-3 Monate vor Studienbeginn
  • ✓Weiterförderung: Jährlich neu beantragen, 2 Monate vor Ende des Bewilligungszeitraums
  • ✓Ausland: Höhere Sätze, Studiengebühren bis €4.600/Jahr werden übernommen

🎓 Unser BAföG-Rechner hilft Ihnen:

  • • Ihren voraussichtlichen BAföG-Anspruch schnell zu ermitteln
  • • Die Auswirkungen von Elterneinkommen und Nebenjobs zu verstehen
  • • Die spätere Rückzahlungssumme abzuschätzen
  • • Verschiedene Szenarien durchzurechnen (eigene Wohnung vs. bei Eltern)
  • • Sich optimal auf den offiziellen BAföG-Antrag vorzubereiten

Nutzen Sie unseren kostenlosen BAföG-Rechner, um Ihre Studienfinanzierung zu planen. Bei Fragen wenden Sie sich an das Studierendenwerk Ihrer Hochschule – die Beratung ist kostenlos!

💡 Tipp: Immer BAföG beantragen!

Auch wenn Sie unsicher sind, ob Sie Anspruch haben: Stellen Sie den Antrag!Die Bearbeitung ist kostenlos und Sie erfahren definitiv, ob und wie viel Ihnen zusteht.

Viele Studierende verschenken Geld, weil sie denken, das Elterneinkommen sei zu hoch. Aber: Auslands-BAföG, Geschwisterfreibeträge oder Aktualisierungsanträge können auch bei höherem Einkommen noch Ansprüche eröffnen.

BAföG 2026 – Sätze, Freibeträge & Tipps

BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz) unterstützt Studierende und Schüler finanziell. Die Höhe hängt vom Einkommen der Eltern, eigenem Vermögen und der Wohnsituation ab. Unser Rechner berechnet Ihren voraussichtlichen Anspruch nach den aktuellen Regelsätzen 2026.

BAföG-Bedarfssätze 2026

SituationGrundbedarfWohnpauschaleGesamt (max.)
Studierende (bei Eltern)475 €59 €534 €
Studierende (eigene Wohnung)475 €380 €855 €
+ Kranken- und Pflegeversicherung (102 € + 35 €)–+137 €992 € bzw. 671 € (bei Eltern)
Schüler (Fachschule, eigene Whg.)398 €380 €778 €
Schüler (bei Eltern)262 €–262 €

Wichtige BAföG-Tipps

  • ●Früh beantragen: BAföG wird erst ab Antragsmonat gezahlt, nicht rückwirkend – Antrag direkt zum Semesterstart stellen.
  • ●Freibetrag Eltern: Verheiratete Eltern: 2.540 € Einkommen/Monat frei – darüber wird angerechnet.
  • ●Vermögensfreibetrag: 15.000 € eigenes Vermögen bleiben anrechnungsfrei (seit BAföG-Reform).
  • ●Rückzahlung: Nur 50 % des Studierenden-BAföG sind Darlehen – maximal 10.010 € Rückzahlung, gedeckelt.
  • ●Minijob erlaubt: Bis 520 €/Monat dazuverdienen ohne Anrechnung – im Jahresdurchschnitt betrachtet.
  • ●Leistungsnachweis: Nach dem 4. Semester müssen ausreichende Studienleistungen nachgewiesen werden (§ 48 BAföG).

Häufig gestellte Fragen zum BAföG-Rechner

Ihre Rechner-Reise

Nutzen Sie diese Tools für eine vollständige Analyse

Weitere hilfreiche Tools

Ähnliche Rechner & Tools